EU-Kommission: 55,2 Mio. Euro für Digital Health Projekte zu COVID-19

13 Projekte, die sich im Kern mit digitalen Tools und Künstlicher Intelligenz (KI) befassen, erhalten jetzt finanzielle Unterstützung von der Europäischen Kommission.

von
Tammy
Lovell

Die Europäische Kommission hat 55,2 Mio. Euro für Projekte bewilligt, die digitale Gesundheitsanwendungen und künstliche Intelligenz (KI) einsetzen, um einen Beitrag zur Bekämpfung von COVID-19 zu leisten.

Innerhalb der nächsten 24 Monate sollen im Rahmen der 13 ausgewählten Projekte Lösungen erarbeitet werden, um medizinisches Personal zu schützen, die Verbreitung von COVID-19 schnell zu erkennen und zu verhindern, die Intensivpflege zu verbessern und die Einführung innovativer Tools und Technologien zu fördern, die von kleinen Unternehmen entwickelt wurden.

Zu den Lösungen gehören die Essence Empathic Platform zur Überwachung von Risikogruppen, die mobile Plattform VASCOVID zur Bestimmung des mikrovaskulären Zustands von COVID-19-Patienten und der Innovationshub INNO4COV-19 zur Unterstützung von Diagnose-, Präventions- und Überwachungstechnologien für COVID-19.

Die Projektkonsortien, die aus 133 Einrichtungen aus 25 Ländern bestehen, haben es sich zum Ziel gesetzt, die ersten Prototypen in den kommenden sechs bis zwölf Monaten fertigzustellen.

Darüber hinaus haben 10 weitere Projekte Fördermittel erhalten. Diese Projekte befassen sich mit der raschen Neuausrichtung der Produktion zur Sicherstellung der Versorgung mit lebenswichtigen medizinischen Verbrauchsgütern und Geräten, mit den Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung von Krankheitsausbrüchen auf Verhalten, Gesellschaft und Wirtschaft, mit den COVID-19-Kohorten in ganz Europa und mit dem Zusammenspiel der bestehenden EU- und internationalen Kohorten.

Die Gesamtfinanzierung aller 23 Projekte in Höhe von 128 Mio. Euro ist Teil der 1,4 Mrd. Euro, die die Kommission für die im Mai gestartete Coronavirus Global Response-Initiative zugesagt hat.

WARUM DIES WICHTIG IST

Der überraschende Ausbruch der COVID-19-Pandemie hat die Bedeutung qualitativ hochwertiger Daten, digitaler Technologien und KI-Analyse-Tools zur Eindämmung der ernsten gesundheitlichen Bedrohung und der wirtschaftlichen Auswirkungen verdeutlicht.

DER GRÖSSERE KONTEXT

Die Finanzierung ist das Ergebnis eines dringenden Aufrufs der Kommission, im Rahmen des EU-Forschungsprogramms Horizont 2020 innovative und zeitnah verfügbare, gesundheitsbezogene Ansätze in Reaktion auf COVID-19 zu entwickeln.

Im Rahmen von Horizont 2020 wurde in diesem Jahr ein weiteres Projekt zur digitalen Gesundheit gefördert. Das in Israel ansässige Start-Up Taliaz erhielt als Unternehmen für psychische Gesundheit 2,3 Mio. Euro zur Unterstützung der Entwicklung von PREDICTIX, seiner Management-Plattform für psychische Gesundheit.

Ferner erhielt das medizinische Start-up NanoVation einen Zuschuss in Höhe von 2,5 Mio. Euro für die Entwicklung seines Atemüberwachungsgeräts SenseGuard. Das digitale Gesundheits-Coachingunternehmen Liva Healthcare sicherte sich 603.405 Euro für die Erforschung von Behandlungsmethoden für Mütter mit dem Risiko, Typ-2-Diabetes zu entwickeln.

WAS GESAGT WURDE

Mariya Gabriel, Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, sagte: „Diese Forschung ist unerlässlich, um verschiedene Aspekte dieser und künftiger Pandemien besser angehen zu können. Sie ermöglicht es uns, unsere Reaktionsfähigkeit zu verbessern und so schneller zu reagieren, um eine Ansteckung zu verhindern, Diagnostik und Behandlungswege zu verbessern und bessere Maßnahmen zur Eindämmung zu ergreifen, die verhaltensbezogene, soziale und wirtschaftliche Aspekte, einschließlich geschlechtsspezifischer Fragen, berücksichtigen.“

Thierry Breton, Kommissar für den Binnenmarkt, fügte hinzu: „Digitale Technologien sind für unsere Reaktion auf diese plötzliche und schwerwiegende Gesundheitsbedrohung von entscheidender Bedeutung. Die finanzielle Unterstützung dieser herausragenden Projekte, bei denen digitale Tools und KI im Mittelpunkt ihres innovativen Ansatzes stehen, wird neue Lösungen zum Schutz der Beschäftigten im Gesundheitswesen, zur schnellen Erkennung und Verhinderung der Ausbreitung von COVID-19 und zur Verbesserung der Intensivpflege liefern. Dies alles soll zu unserem gemeinsamen Kampf gegen diese Pandemie beitragen.“
 

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Dies ist eine Übersetzung eines englischsprachigen Artikels von Tammy Lovell, erschienen auf Healthcare IT News.

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