Anspruch auf die ePA

Was ändert sich 2021 im deutschen Gesundheitswesen? Wir haben die wichtigsten Neuerungen – von der Einführung der ePA bis zum Stellenausbau für Hebammen – kompakt zusammengefasst.

von
Anna
Engberg

Neues Jahr, neue Bestimmungen – das gilt auch für das deutsche Gesundheitswesen. Für 2021 bedeutet das u.a. die Einführung und Etablierung der elektronischen Patientenakte, kurz ePA, ein umfassender Personalausbau im öffentlichen Gesundheitsdienst, in der Pflege und Geburtsmedizin sowie unterstützende Finanzmittel für die Krankenkassen.

Jetzt geht es los: Die Einführung der ePA

2021 markiert den offiziellen Beginn der elektronischen Patientenakte: jeder Versicherte in Deutschland hat ab sofort Anspruch darauf, dass Ärzte eine ePA für ihn führen und mit Daten aus seiner Behandlung füllen.

Die digitale ePA ist jedoch für den Patienten nicht verpflichtend, sondern ein freiwilliges Angebot. Der Versicherte bestimmt über die Aufnahme und Löschung der Behandlungsdaten in seiner ePA und verwaltet auch deren Zugriffsrechte.

Inzentiviert wird die Nutzung der ePA in der aktuellen Einführungsphase über eine Zusatzvergütung von 10 Euro je gefüllter Akte an den Arzt sowie weitere Zusatzzahlungen an Krankenhäuser beim Datentransfer.

Mehr Fachkräfte im Gesundheitswesen

Überdies steht 2021 im deutschen Gesundheitssektor ein Personalausbau an: sowohl im öffentlichen Gesundheitsdienst als auch in der Altenpflege soll es mehr Beschäftigte geben.

Mit rund 200 Mio. Euro möchte der Bund 1500 neue Vollzeitkräfte in den Gesundheitsämtern finanzieren und so für Entlastung sorgen. In der Altenpflege werden, so die Planung, sogar 20.000 neue Stellen für Hilfskräfte in vollstationären Einrichtungen entstehen, die über die Pflegeversicherungen abgedeckt sind. Für einige Hilfsmittel in der Pflege sind überdies fortan keine ärztlichen Verordnungen mehr erforderlich.

Verbesserungen soll es auch in der Geburtsmedizin geben: deutsche Krankenhäuser sind dazu angehalten, über das mit 100 Mio. Euro geförderte Hebammenstellen-Förderprogramm bundesweit rund 600 neue Hebammen einzustellen sowie bis zu 1750 weitere Fachkräfte zur Unterstützung der Hebammen bei der Geburtshilfe zu finanzieren.

Hilfen für die GKV

Zur wirtschaftlichen Stabilisierung nach anhaltender Pandemie-Lage erhalten die gesetzlichen deutschen Krankenversicherungen durch den Bund einen Zuschuss aus Steuern in Höhe von 5 Mrd. Euro. Zudem steigt u.a. der Zusatzbeitragssatz der GKV auf 1,3 Prozent.

Im Überblick

Den Neuerungen liegen die jüngsten deutschen Gesetzesbeschlüsse zu Grunde, darunter das Versorgungsverbesserungsgesetz und das Patientendaten-Schutz-Gesetz.

Das Bundesministerium für Gesundheit erläutert die Einzelheiten der neuen Bestimmungen im Jahr 2021 hier zusammenfassend.

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