Apple forscht: Neue Studien zu Herzinsuffizienz und Grippe

Der Technologieriese arbeitet zusammen mit Forschern an drei unterschiedlichen Projekten: nach der Studie an Asthmapatienten mit Anthem führt Apple nun in Zusammenarbeit mit den Universitäten Toronto und Washington zwei weitere Studien mit seiner neuen Apple Watch Series 6 durch.

Als Apple im vergangenen Monat seine neue Apple Watch Series 6 mit neuen Funktionen wie der maximalen Sauerstoffaufnahme, kurz VO2 Max, und Sensoren für die Sauerstoffbindung im Blut vorstellte, kündigte der Technologieriese drei neue klinische Studien an, bei denen die Smartwatch verwendet werden soll.

Bereits letzten Monat berichteten wir in Zusammenarbeit mit Anthem über die Asthmastudie. Die beiden weiteren Studien mit Fokus auf Herzinsuffizienz und Atemwegserkrankungen wie die Grippe wurden von der Presse jedoch bislang nicht ausführlich vorgestellt. Jetzt hatten wir die Gelegenheit, mit dem Apple Health VP Dr. Sumbul Desai zu sprechen, um mehr über diese zwei Untersuchungen zu erfahren.

„Wir wollen Verantwortung übernehmen und unseren Anwendern Nutzen bringen. Alles, worauf wir uns bei Apple im Gesundheitsbereich konzentrieren, basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen“, sagte Desai. „Wir arbeiten mit Forschern zusammen und helfen ihnen zu verstehen, wie unsere Sensoren in bestimmten klinischen Szenarien eingesetzt werden.“

Beide Studien sind im Vergleich zu Vorhaben wie der Apple Heart Study verhältnismäßig klein und beginnen mit Teilnehmerzahlen von etwa 1.000, jedoch mit der Möglichkeit zu Erweiterung, wenn die Studien fortgeführt werden.

Einsatz neuer Signale zur Erforschung von Herzinsuffizienz

Für die Herzinsuffizienzstudie hat sich Apple mit einem Forschungsteam der Universität von Toronto unter Leitung von Dr. Heather Ross vereint. In einer Studie, an welcher Patienten mit Herzinsuffizienz nur auf Einladung teilnehmen konnten, sollen die Forscher die Patienten mittels Sensoren der Apple Watch – einschließlich  des neuen VO2 Max-Algorithmus nebst herkömmlichen klinischen Bewertungen –während des Verlaufs ihrer Behandlung überwachen.

Ziel der Studie ist es zu erkennen, wie viele aussagekräftige Beurteilungen von Patienten mit den von der Uhr ausgehenden Signalen erzielt werden können.

„Wir arbeiten mit dem Team von UHN zusammen, um zu verstehen, welche Maßnahmen den größten Einfluss auf die physiologischen Signale haben“, sagte Desai. „In dieser Studie geht es darum, die wichtigen kardiovaskulären und auf die Lunge bezogenen Signale zu messen, und auch, wie sich diese ändern, je nachdem, wie mit der Herzinsuffizienz seitens des klinischen Managements umgegangen wird.“

Die kardiorespiratorische Fitness, gemessen mit VO2 Max, wird zu einem immer wichtigeren Indikator für die allgemeine Gesundheit. Die Apple Watch ist nicht das erste Gerät, das mit VO2 Max die maximale Sauerstoffaufnahme misst, aber das erste, das den gesamten Bereich des VO2 Max misst. Andere tragbare Geräte haben sich auf die hohen Reichweiten konzentriert, die für Sportler nützlich sind, jedoch weniger auf die breite Bevölkerung.

Im University Health Network, in dem die Studie durchgeführt wird, verwenden Kliniker den VO2 Max bereits zur Analyse, sie können ihn jedoch derzeit nur in der Klinik durch einen persönlichen Test feststellen. Die Smartwatch ermöglicht somit eine häufigere Überwachung.

Eine Ergänzung für die Seattle-Grippestudie

Apples Forschungszusammenarbeit mit der Seattle-Grippestudie und der Universität von Washington verläuft in die gleiche Richtung: die Teilnehmer werden sowohl mittels Smartwatch als auch mit herkömmlichen Atemtests (die über Heimtests durchgeführt werden) überwacht, damit die Forscher beginnen verstehen zu können, wie viel Leistung der Blut-Oxygenierungssensor der Uhr anzeigen muss, um beispielsweise Infektionen der Atemwege vorhersagen zu können.

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Dies ist eine Übersetzung eines englischsprachigen Artikels von Jonah Comstock, erschienen auf MobiHealthNews.

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