Behandlung via App

Die Barmer Ersatzkasse erweitert das Portfolio für ihre Versicherten. Ärztliche Beratung wird jetzt auch digital angeboten.

von
Anna
Engberg

Viele deutsche Versicherer investieren momentan in den Ausbau ihrer telemedizinischen Angebote: So hat die Barmer Ersatzkasse ihrer Teledoktor-App mit der Videosprechstunde nun eine neue Funktion hinzugefügt.

Das teilte die deutsche Krankenkasse in einer Pressemitteilung mit.

DER HINTERGRUND

Die ärztliche Fernbehandlung mittels Videotelefonie ist nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie in Deutschland immer populärer geworden – vor allem der Wegfall von Wartezeiten und die ständige Verfügbarkeit medizinischer Expertise rund um die Uhr machen die Videokonsultation für Patienten attraktiv.

Die Teledoktor-App der BARMER verbindet jetzt den bisher bereits angebotenen klassischen, ärztlichen Telefon- und Rückrufdienst, der auch Nachrichtenversand, Live-Chat und Befundübermittlung beinhaltet, mit einer neuen Videotelefonie-Funktion, die an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr ortsunabhängig nutzbar ist. Bei der Fernbehandlung kann der Arzt ebenso wie einem Praxisbesuch Diagnosen stellen, beraten und Empfehlungen zur weiteren Behandlung abgeben.

Wie die BARMER mitteilt, richtet sich das Angebot primär an Personen mit Alltagsbeschwerden, z.B. Erkältungssymptomen wie Schnupfen, Kopf- und Halsschmerzen, Husten oder Fieber. Der Teledoktor kann den Patienten über die App auch Medikamente verschreiben und Rezepte ausstellen; ebenso ist eine Krankschreibung zum jetzigen Zeitpunkt über die Fernbehandlung bereits möglich, sofern der Patient der Praxis bereits bekannt ist.

In akuten Fällen und bei spezifischen Schmerzen und Symptomatiken, welche über die Videotelefonie nicht eindeutig klärbar sind, überweist der Online-Arzt die Versicherten an den Notarzt oder eine Haus- oder Facharztpraxis weiter.

Zusätzlich können Patienten über die App ihre Arzttermine verwalten.

WAS GESAGT WURDE

Der Vorstandsvorsitzende der BARMER, Prof. Dr. Christoph Straub, sagte: „Mit der Videosprechstunde wollen wir unsere Versicherten noch besser versorgen und gleichzeitig Arztpraxen und Krankenhäuser bei Bagatellerkrankungen entlasten.“

Die vorgeschaltete Abfrage von Symptomen solle dafür sorgen, dass die Betroffenen die individuell passende Hilfe zum richtigen Zeitpunkt erhielten.

GUT ZU WISSEN

Die Barmer Ersatzkasse ist mit 9 Mio. Versicherten eine der großen deutschen, gesetzlichen Krankenkassen.

Obwohl die Videotelefonie eine wachsende Akzeptanz und Popularität erlebt, ist die tatsächliche Nutzungsrate in Deutschland laut einer Capterra-Umfrage mit 17 Prozent derzeit noch geringer als in Nachbarländern wie Frankreich und den Niederlanden, wo sie bei einem Drittel liegt.

Weitere Informationen finden Sie HIER

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