18 Mio. Euro für Wingcopter zur Verteilung von COVID-19-Impfstoffen

Die Fördermittel sollen die Position des deutschen Unternehmens in der Drohnen-basierten Logistik stärken. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Projekten im Gesundheitswesen.

Wingcopter, der preisgekrönte Hersteller von eVTOL-Drohnen (Electric Vertical Take Off and Landing) für humanitäre Initiativen hat sich in einer Serie-A-Finanzierung 22 Mio. USD (18 Mio. Euro) gesichert.

Die Finanzierungsrunde wurde von Xplorer Capital aus dem Silicon Valley, einem wichtigen Investor im Bereich autonomer Technologien, und dem Futury Regio Growth Fund, einem in Deutschland ansässigen Wachstumskapitalfonds, der sich auf Investitionen in global skalierbare Geschäftsmodelle konzentriert, geleitet. Darüber hinaus nahmen Futury Ventures und Hessen Kapital III an dieser Finanzierungsrunde teil.  

WARUM DIES WICHTIG IST

Das in Darmstadt ansässige Drohnenunternehmen wird die Mittel nutzen, um sich stärker auf Anwendungen im Gesundheitswesen zu konzentrieren, einschließlich der Verteilung von COVID-19-Impfstoffen.

Neben dem Verkauf von Drohnen wird Wingcopter sein Angebot an Drohnenlieferungen als Dienstleistung erweitern. Diese Dienstleistungen ermöglichen es Kunden von der Wingcopter-Technologie und den BVLOS-Flugaktivitäten (außerhalb der Sichtlinie) auf fünf Kontinenten zu profitieren, ohne selbst eine Flotte von Drohnen besitzen zu müssen.

Wingcopter plant außerdem, das Team in den Bereichen Flugtests, Zertifizierung, Produktion und Softwareentwicklung weiter auszubauen, wobei der Schwerpunkt auf Boden- und Flugsteuerungssoftware, eingebetteten Systemen, Softwarearchitektur und Cloud-Infrastruktur liegt.

In Malawi hat Wingcopter kürzlich zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein Projekt zur Reaktion auf COVID-19 mit dem Namen Drone + Data Aid begonnen, um die Lieferketten im Gesundheitswesen zu verbessern. Als Teil des Vorhabens hat Wingcopter eine Partnerschaft mit der afrikanischen Drohnen- und Datenakademie von UNICEF geschlossen, um ortsansässige Jugendliche im Drohnenbetrieb auszubilden.

Im Jahr 2020 wurde Wingcopter vom Weltwirtschaftsforum in Anerkennung seiner gesellschaftlichen Bedeutung als Teil der vierten industriellen Revolution zum Technologiepionier ernannt.

DER HINTERGRUND

Im Dezember 2019 erhielt der Drohnenhersteller eine siebenstellige Fördersumme von Corecam Capital Partners aus Singapur. Im März 2020 erhielt er von Corecam eine weitere Finanzierung, deren genauer Betrag nicht preisgegeben wurde.

Anfang 2020 haben die Schweizerische Post und Matternet wieder begonnen, Laborproben mit Drohnen zwischen Krankenhäusern in der Schweiz zu transportieren. Dies war Monate, nachdem das Projekt wegen zwei Vorfällen ausgesetzt worden war.  

WAS GESAGT WURDE

Tom Plümmer, CEO von Wingcopter, sagte: „Unser Team ist bestrebt, die Herausforderungen der Welt durch skalierbare Innovationen anzugehen. Dieses Kapitel unserer Reise widmet sich der Errichtung logistischer Autobahnen am Himmel, die die traditionellen Transportmittel überholen. Eine schlechte Infrastruktur war schon immer ein Hindernis, insbesondere für die Gesundheitsversorgung, das sich auf Milliarden von Menschen auswirkt - eine Situation, die durch COVID-19 weiter verschärft wird. Mit der Unterstützung und den einflussreichen Netzwerken unserer Investoren kommen wir unserer Vision, effiziente und nachhaltige Drohnenlösungen zu entwickeln, die überall Leben verbessern und retten, einen großen Schritt näher.“

Jonathan McQueen, Mitbegründer und geschäftsführender Gesellschafter von Xplorer Capital, erklärte: „Wir waren vom Wingcopter-Team und der Geschwindigkeit beeindruckt, mit der sie das Produkt entwickelt und das Unternehmen aufgebaut haben. Wir freuen uns darauf, sie zu beobachten und zu unterstützen, wenn sie dazu beitragen, Impfstoffe kurzfristig zu liefern und Fracht langfristig nachhaltiger zuzustellen.“
 

##
Dies ist eine Übersetzung eines englischsprachigen Artikels von Sara Mageit, erschienen auf MobiHealthNews.

Auch für Sie interessant

Your search returned no results.