Vodafone-Bericht: So können 5G und IoT-Technologie das Gesundheitswesen verändern

Ein neuer Bericht aus Großbritannien hat 2.000 Menschen zu ihren Einstellungen zur technologischen Weiterentwicklung im Gesundheitssektor und im Sozialwesen befragt. Telemedizin-Schulungen, Fern-OPs und 5G-verbundene Krankenwagen und Drohnen gehören dabei zu den Empfehlungen.

In Erwiderung auf die COVID-19-Pandemie hat Vodafone einen Bericht über das Potenzial von 5G und Internet of Things-Technologie (IoT) im Gesundheits- und Sozialwesen veröffentlicht.

Bessere Gesundheit, vernetzte Gesundheit: Wie 5G- und IoT-Technologie das Gesundheits- und Sozialwesen verändern kann fand überwältigende Unterstützung für die Einführung und den Ausbau digitaler Technologien im englischen Gesundheitssystem NHS, einschließlich 5G und IoT, als eine Möglichkeit, die Gesundheitsversorgung wirtschaftlicher und effizienter zu gestalten.

Dies könnte den Weg für intelligente Gebäude ebnen, die umweltfreundlicher sind und dem NHS Geld einsparen. 5G-verbundene Krankenwagen, die Sanitäter und Ärzte verbinden, um Patienten schneller und effektiver zu behandeln; und sogar die Einführung von fernunterstützten Operationen und Schulungen, die Zeit sparen und möglicherweise die Qualität der Versorgung erhöhen.

WARUM DIES WICHTIG IST

Die Ergebnisse der Studie ergaben, dass 57 Prozent der Befragten gern einen Teil ihrer medizinischen Termine weiterhin über Video durchführen würden, wenn die Pandemie vorbei ist, was einer Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Internetverbindung für NHS-Mitarbeiter und Patienten gleichermaßen entspricht.

75 Prozent der Befragten waren außerdem der Ansicht, dass die Regierung für den NHS in digitale Technologie investieren sollte, um den britischen Gesundheitssektor zukunftssicher zu machen. 71 Prozent waren zudem der Meinung, dass die 40 neuen Krankenhäuser, die die Regierung bis 2030 versprochen hatte, mit der neuesten digitalen Technologie ausgestattet sein sollten.

Als Reaktion auf diese Ergebnisse enthielt der Bericht eine Reihe von Empfehlungen der Regierung, darunter die Modernisierung und Innovation von NHS-Liegenschaften, einschließlich Pflegeheimen zur Bekämpfung von Einsamkeit, für eine verstärkte sozial und technologisch ausgerichtete Verordnungspraxis bei chronischen Erkrankungen, für die Investition in 5G-verbundene Krankenwagen und Lieferdrohnen sowie finanzielle Unterstützung für Personen mit niedrigem Einkommen für Geräte, die mit digitalen NHS-Diensten kompatibel sind.

DAS GRÖSSERE KONTEXT

Im Juli letzten Jahres startete Vodafone sein 5G-Netzwerk in sieben britischen Städten, um nicht nur den Zugang zu Telemedizin- und Virtual-Reality-Schulungen zu verbessern, sondern auch Fernoperationen zu ermöglichen. Dieser Schritt wurde von AT&T in den USA empfohlen, die die Bedeutung von 5G- und IoT-Technologie in einer HIMSS Digital-Präsentation vorstellten.

Der Bericht wurde kurz nach der Unterzeichnung eines Vertrags durch NHS Digital veröffentlicht, der auf die Implementierung eines neuen FHIR-konformen Terminologiesystems zur Verbesserung des Datenaustauschs abzielt.

Vodafone war auch eines von vielen Telekommunikationsunternehmen, das dem NHS zu Beginn der COVID-19-Pandemie verstärkt Unterstützung anbot .

WAS GESAGT WURDE

„Die Möglichkeiten, die 5G und IoT bieten, berühren nahezu jeden Teil des Gesundheitssystems, von sichtbaren Folgen – wie Fern-OPs oder Drohnen, die Transplantationsorgane und Medikamente zwischen Krankenhäusern transportieren – bis zu unsichtbaren, aber lebenswichtigen wie z.B. IoT-fähigen Managementsystemen für Krankenhausgeräte, die Sensoren verwenden, um die Lagerbestände automatisch zu überwachen“, sagt Anne Sheehan, die Geschäftsführerin von Vodafone UK.

„Diese Technologie ist bereits verfügbar und der NHS sollte sie jetzt nutzen. Wir haben die perfekte Gelegenheit, um sicherzustellen, dass die digitale Technologie von Anfang an so konzipiert ist, dass die zukünftigen Krankenhäuser die Technologie der Zukunft nutzen können.“

Prof. Shafi Ahmed, CMO of Medical Realities und Botschafter für vernetzte Gesundheit bei Vodafone, sagte gegenüber Healthcare IT News: „Was Patienten aus der britischen Bevölkerung in den letzten neun Monaten erlebt haben, ist eine neue, flexiblere Gesundheitsversorgung. Für die Patienten selbst ist die Versorgung unmittelbarer und zugänglicher geworden und die Patienten sind [digital] fortgeschrittener als zunächst erwartet. Die Wahrnehmung der Menschen darüber, wie auf Gesundheitsdienste zugegriffen werden kann und was sie vom Gesundheitswesen erwarten können, hat sich verändert.“

Auf die Frage nach den nächsten praktischen Schritten antwortete Ahmed: „Es geht darum, die richtigen Stakeholder zusammenzubringen; akademische Institutionen, politische Entscheidungsträger der Regierung und Führungskräfte aus der Industrie, und Fragen zu stellen wie „Wie sieht das [die digitale NHS-Innovation] aus? Was behindert die digitale Transformation?“ Es geht um die Zusammenarbeit all dieser Parteien, welche nach Veränderung streben und die Gesundheitsversorgung der Nation verbessern wollen.“


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Dies ist eine Übersetzung eines englischsprachigen Artikels von Sophie Porter, erschienen auf Healthcare IT News.

 

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