DiGA Experten-Workshop: Was deutsche Gründer über Apps auf Rezept wissen müssen

Vormerken: Die für den 3. Februar 2021 geplante Digital Health Online-Fachveranstaltung des VDE beantwortet Fragen rund um Qualifizierung und Verschreibung von digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA).

von
Anna
Engberg

Angesichts der neuen Möglichkeiten, digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) in Deutschland seit Mitte Oktober 2020 ärztlich zu verschreiben, plant der VDE einen Experten-Workshop am 03. Februar 2021, zu dem alle interessierten Gründer, Start-Ups und Unternehmen eingeladen sind.

Wie der VDE in seiner Ankündigung mitteilte, soll das digitale Event ein rundum informatives Format sein, das alle Fragen zu den rechtlichen und medizinischen Auflagen, der praktischen Umsetzung und ärztlichen Verschreibung von medizinischen Apps, digitalen Gesundheitswendungen, Medizingerätesoftware und KI-Anwendungen beantwortet.

DER HINTERGRUND

Mit dem Digitale Versorgung Gesetz (DVG) wurde der Leistungsanspruch auf anerkannte, digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) für die in Deutschland gesetzlich Versicherten begründet und deutsche Ärzte können ihren Patienten seit Herbst letzten Jahres offiziell digitale Gesundheitsanwendungen verschreiben.

Um herstellerseitig entsprechende Gesundheits-Apps anbieten zu können, die sich für die medizinische Verschreibung qualifizieren, müssen eine Reihe von Kriterien erfüllt sein: darunter die Zertifizierung als Medizinprodukt, der nachgewiesene, positive Versorgungseffekt und die Aufnahme in das DiGA-Verzeichnis beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Im Rahmen des Online-Workshops am 03. Februar 2021 wird der Geschäftsführer von VDE Health, Dr. Cord Schlötelburg, einführend einen Überblick darüber geben, welche digitalen Anwendungen für die Aufnahme in das DiGA-Verzeichnis und die Leistungserstattung überhaupt geeignet sind und den Teilnehmern alle Basisfakten zum Fast-Track-Verfahren sowie weiteren Anforderungen an Sicherheit, Datenschutz und Interoperabilität vermitteln.

Dr. Victor Stephani vom psychologischen Online-Training HelloBetter aus Berlin berichtet über die Durchführung und Anerkennung des positiven Versorgungsnachweises am Beispiel des eigenen Start-Ups und teilt seine Erfahrungen mit dem BfArM-Antragsverfahren.

Welche Anforderungen an die Informationssicherheit qualifizierter DiGA gestellt werden, erläutert Alexander Matheus, Senior Expert Smarte Technologien vom VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut aus Offenbach.

Im Rahmen des Experten-Workshops wird es auch offene Frage-Antwort-Sessions geben. Für die Teilnahme können sich interessierte Fachpersonen unabhängig von einer bestehenden VDE-Mitgliedschaft hier registrieren.

GUT ZU WISSEN

Der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik, kurz VDE, mit seinem Hauptsitz in Frankfurt am Main zählt zu den größten Technologie-Organisationen Europas, die Wissenschaft und Anwendung, Standardisierung, Prüfung und Zertifizierung verknüpfen und Richtlinien als VDE-Normen festlegen. Zu den Themenschwerpunkten des Verbands, der auch Fachgesellschaften für Informations- und Medizintechnik umfasst, gehören u.a. die Bereiche Health, Living, Mobility und Cyber Security.

Weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie HIER

Auch für Sie interessant

Your search returned no results.