Deutsche wollen mehr digitale Aufklärung und Selbstbestimmung durch ePA & Co.

Die jüngste Datapuls Umfrage 2021 bildet die Patientensicht auf die digitalisierte Gesundheitsversorgung in Deutschland ab.

von
Anna
Engberg

In der jüngsten bundesweiten, repräsentativen Studie zur Digitalisierung des Gesundheitswesens hat der Praxis-WLAN-Anbieter Socialwave in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Marktforschungsinstitut Consumerfieldwork die gegenwärtige Patientenperspektive in Deutschland abgebildet.

Eine verstärkte Aufklärung von deutschen Patienten über ePA, E-Rezept und weitere digitale Gesundheitsanwendungen ist demzufolge für die breite Akzeptanz der digitalisierten Gesundheitsversorgung in Deutschland vonnöten.

DER HINTERGRUND

Der Datapuls Umfrage 2021 nach fühlen sich fast 80 Prozent aller Befragten von ihrem Hausarzt unzureichend über eMedikation in Deutschland und das elektronische Rezept (E-Rezept) informiert. Das E-Rezept wird seit dem 1. Juli 2021 in Berlin und Brandenburg erprobt und zum Jahresbeginn 2022 für Ärzte und Apotheken bundesweit verpflichtend eingeführt. Auch von den Krankenkassen erhoffen sich knapp 50 Prozent der Versicherten mehr Aufklärungsarbeit.

Weiterhin zeigt die Studie auf, dass die elektronische Patientenakte (ePA) die Patientenautonomie durch jederzeit verfügbare Gesundheitsdaten fördert. Knapp 60 Prozent sehen das Management ihrer Gesundheitsdaten als Vorteil der ePA an und hoffen so, informierter und autonomer in Arzt-Patient-Gesprächen auftreten zu können.

Knapp über 1000 Deutsche zwischen 19 und 85 Jahren nahmen im Dezember 2020 an der repräsentativen und quantitativen Umfrage teil, die sich mit dem Kenntnisstand, der Wahrnehmung und Akzeptanz der einzelnen Aspekte der digitalen Gesundheitsversorgung in Deutschland auseinandersetzte.

WAS GESAGT WURDE

Felix Schönfelder, Geschäftsführer bei Socialwave, sagte: „Die Studienergebnisse machen deutlich, dass es ein wachsendes Bedürfnis gibt, digital befähigt zu werden, die eigene Gesundheit besser nachvollziehen und auf Therapiemöglichkeiten Einfluss nehmen zu können. Der ‘mündige Patient’ sieht in der ePA ein wichtiges Werkzeug, um Verantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen zu können.“

Schönfelder fügte an: „Das E-Rezept steht vor ähnlichen kommunikativen Herausforderungen wie die elektronische Patientenakte. Während der Fokus der öffentlichen Debatte auf der technischen Umsetzbarkeit liegt, wird außer Acht gelassen, dass der Diskurs an der Breite der Versicherten offenbar vorbeigeht.“

Nur vier von zehn Deutschen wüssten nach eigenem Bekunden oberflächlich – und weniger als jeder Zehnte tatsächlich – über das E-Rezept, und wie dieses funktioniert, Bescheid, erklärte er.

GUT ZU WISSEN

Socialwave ist ein Lösungsanbieter für Praxis-WLAN und die digitale Arzt-Patienten-Kommunikation, der mit der Datapuls Studie die Bedürfnisse und Bedenken deutscher Patienten rund um die digitale Gesundheitsversorgung in Deutschland abbildet.

Die Umfrage stellt somit ein Barometer für das Wissen rund um die digitalen Gesundheitsanwendungen wie die ePA, das E-Rezept, die Video-Sprechstunde oder den digitalen Impfpass dar.

Weitere Informationen finden Sie HIER

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