Digitaler Befunddatenaustausch in der Radiologie nimmt zu

Der Westdeutsche Teleradiologieverbund wächst: neben der Vernetzung mit neuen Gesundheitseinrichtungen ist das Upload-Portal verstärkt im Einsatz - und KI-Dienste in Planung.

von
Anna
Engberg

Wie der Westdeutsche Teleradiologieverbund Mitte Dezember bekannt gegeben hat, ist das Netzwerk aus radiologischen Einrichtungen mit über 75 neuen Verbundpartnern in 2020 auf über 500 Teilnehmer angewachsen.

Im Zuge der zunehmenden Vernetzung kommt auch das Upload-Portal des Westdeutschen Teleradiologieverbunds verstärkt bei dessen Partnern zum Einsatz.

DER HINTERGRUND

Zu den 75 neuen Einrichtungen, welche dieses Jahr hinzugekommen sind, zählen neben vielen regionalen Partnern u.a. die Universitätskliniken Marburg, Rostock und Greifswald, mehrere Zentren für Epilepsie, das Klinikum Darmstadt und die Radiologie am Marstall Hannover.

Alle der inzwischen über 500 Verbundpartner können über eine PACS-unabhängige Plattform Befunde und Bilddaten mittels DICOM E-Mail geschützt und beschleunigt austauschen. Dies sind nach eigenen Angaben des Verbunds monatlich rund 50.000 Transaktionen mit Untersuchungsdaten.

Durch die optimierten Arbeitsprozesse erhöht sich die Versorgungsqualität für Patienten; die Kosten für den Bildtransfer sinken und die Verbundpartner können Arbeitszeit einsparen.

Wie der Teleradiologieverbund mitteilt, ist das Upload-Portal, über das große DICOM-Bilddaten, Befunde und PDFs versendet werden können, jetzt verstärkt im Einsatz. Damit entfällt das bislang vielerorts noch notwendige Einlesen und Versenden von Patientendaten via CD.

Für 2021 sind zudem KI-Dienste geplant, mit welchen der Teleradiologieverbund seinen Verbundpartnern Unterstützung bei der neurologischen und onkologischen Diagnostik bieten will. Darüber hinaus werden Kooperationen mit den Niederlanden anvisiert.

WAS GESAGT WURDE

Der Geschäftsführer der MedEcon Telemedizin GmbH, Marcus Kremers, sagte dazu: „2020 haben wir den größten Teilnehmerzuwachs in unserer achtjährigen Geschichte. Zugleich ist das Bilddatenvolumen, welches wir übertragen, um über ein Drittel gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Mehr als 125 TB, aufgeteilt auf knapp 600.000 Untersuchungen, werden in diesem Jahr durch den Verbund zwischen den verschiedenen Kliniken und Praxen ausgetauscht.“

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