Dänemark führt digitale Coronavirus-Pässe ein

Die dänische Regierung hat Pläne angekündigt, bis Ende Februar digitale Pässe einzuführen – und ist damit weltweit ein Vorreiter.

Am 3. Februar bestätigte der amtierende dänische Finanzminister Morten Bødskov zusammen mit Lars Sandahl Sørensen, dem Geschäftsführer von Danish Industry, und Brian Mikkelsen, dem Geschäftsführer der dänischen Handelskammer, dass bis Ende Februar ein einfacher Coronavirus-Pass eingeführt wird.

Der digitale Coronavirus-Pass bestätigt, dass man gegen COVID-19 geimpft wurde. Diese Neuigkeit kam zur gleichen Zeit wie die Nachricht, dass das Nachbarland Schweden für die Einreise ein negatives Testergebnis verlangen wird, da die Fallzahlen der an COVID-19-Varianten Erkrankten steigen.

Ein einfacher Pass wird auf dem dänischen digitalen Gesundheitsportal sundhed.dk verfügbar gemacht und steht zunächst Geschäftsreisenden zur Verfügung.

Claus Duedal Pedersen, Direktor der Sentinel-Einheit, sundhed.dk, sagte gegenüber Healthcare IT News: „In Dänemark wurde beschlossen, innerhalb kürzester Zeit einen COVID-19-Impfpass einzuführen. Die Lösung basiert auf der vorhandenen nationalen Infrastruktur und der nationalen Impfdatenbank. Es ist geplant, eine Lösung in einer öffentlich-privaten Partnerschaft zu entwickeln.“

Obwohl Dänemark daran arbeitet, bis Ende des Monats eine einfache Lösung fertig zu stellen, ist das Ziel, in drei bis vier Monaten eine umfassendere technologische Lösung anbieten zu können.

WARUM DIES WICHTIG IST

Dänemark mit seinen 5,8 Millionen Einwohnern hat den Beginn der COVID-19-Krise mit einer relativ geringen Infektions- und Todesrate überstanden. Das skandinavische Land verzeichnete im Dezember einen drastischen Anstieg neuer COVID-19-Fälle. Nach dem Ausrufen eines zweiten Lockdowns im Januar sind die Fallzahlen jedoch erheblich zurückgegangen.

Die dänische Regierung hofft, dass der Pass der erste Schritt zur Normalität sein wird und dazu beitragen kann, die Einschränkungen für das öffentliche Leben zu lockern. Die Regierung hofft damit die Geschäftswelt, die auf Reisen angewiesen ist, zu unterstützen und Bødskov bezeichnet den Vorstoß als „zusätzliche Sicherheit“ für die Öffnung Dänemarks.

Bødskov fügte hinzu, dass der Pass Geschäftsreisende beim Reisen unterstützen wird und es ihnen ermöglichen soll, Geschäftspartner persönlich zu treffen.

DER HINTERGRUND

Im Januar wurden Dänemarks Impfbemühungen als Vorreiter in der Europäischen Union gelobt, da das Land im Vergleich den höchsten Prozentsatz an Geimpften aufweist. Die dänische Gesundheitsbehörde erwartet, dass alle Risikogruppen (darunter ältere Menschen und systemrelevante Arbeitnehmer) bis April geimpft werden und dem Rest der Bevölkerung bald darauf Impfungen angeboten werden kann.

Ebenso zu diesem Thema: Regierungsberatungsgremien in Frankreich, Deutschland, Italien und Schweden empfehlen, den Impfstoff Oxford/AstraZeneca für Personen unter 65 Jahren zu priorisieren, während Polen die Schwelle auf 60 Jahre festgelegt hat.

Schweden hofft, bis Juni über die Infrastruktur für die Ausstellung digitaler Pässe zu verfügen. „Mit einem digitalen Impfzertifikat kann eine abgeschlossene Impfung schnell und einfach nachgewiesen werden“, sagte Anders Ygeman, Schwedens Minister für digitale Entwicklungen.

Am 2. Februar gab Estland bekannt, dass Passagiere, die mit einem COVID-19-Impfnachweis in das Land einreisen, zukünftig die Quarantäne umgehen können.

Im vergangenen Jahr befasste sich ein Webinar der HIMSS Nordic Community mit der Frage, wie Dänemark, Island, Finnland, Schweden und Norwegen ein nachhaltiges, auf den Menschen ausgerichtetes Gesundheitsumfeld ermöglicht haben, das das Krisenmanagement während der Pandemie beeinflusst hat.

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Dies ist eine Übersetzung eines englischsprachigen Artikels von Sara Mageit, erschienen auf Healthcare IT News.

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