Ja zur Videosprechstunde!

jameda Patientenstudie 2020 und Lockdown-Statistik belegen große Akzeptanz der digitalen Arztberatung in Deutschland.

von
Anna
Engberg

COVID-19 hat den digitalen Fortschritt im deutschen Gesundheitsmarkt deutlich beschleunigt und vielen telemedizinischen Diensten zum Durchbruch verholfen, darunter auch der Videosprechstunde als echter Behandlungsalternative.

Im August veröffentlichte das deutsche Arzt-Patienten-Portal jameda seine Patientenstudie 2020. Diese belegt aussagekräftig die hohe Akzeptanz der ärztlichen Videokonsultation und die wachsende Nachfrage in Deutschland.

DER HINTERGRUND

Wie die repräsentative Online-Umfrage unter 1.025 Patienten, die von jameda in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Dynata erstellt wurde, aufzeigt, hat bereits jeder fünfte Patient in Deutschland inzwischen auf die Möglichkeit der Videokonsultation mit dem Arzt zurückgegriffen. 2019 war es nur jeder zehnte Patient.

Rund 82 Prozent der bereits „erfahrenen“ Patienten gaben überdies an, die Möglichkeit der Videosprechstunde erneut nutzen zu wollen. Und auch unter denjenigen, die bislang keine Erfahrung mit der digitalen Arztberatung gemacht haben, liegt der Anteil derjenigen, die ihr aufgeschlossen gegenüberstehen, bei knapp 60 Prozent.

Als Vorteile empfinden die Patienten vor allem den Zeitgewinn und den Schutz vor Ansteckung durch die Inanspruchnahme der telemedizinischen Dienste. Die Option zur Videoberatung ist der Studie zufolge außerdem für jeden Dritten bereits ein Entscheidungskriterium für oder gegen den Arzt.

Wie jameda bereits im Juli in einer Pressemitteilung bekannt gab, ist die Nutzungsfrequenz der Videosprechstunde in Deutschland in der Zeit des Lockdowns um 400 Prozent gestiegen. Im Gesamtjahresvergleich von 2019 zu 2020 liegt der prozentuale Anstieg derzeit bei 9 Prozent (Vgl. Patientenstudie 2020).

Zudem verzeichnete das Arzt-Patienten-Portal im Mai und Juni 2020 verglichen mit den Monaten Januar und Februar rund die 30-fache Anzahl an Videosprechstunden.

Besonders nachgefragt waren bei der digitalen Beratung demnach Hausärzte, Internisten, Psychotherapeuten, aber auch Fachärzte wie plastisch-ästhetische Chirurgen, Zahnärzte und Dermatologen. Bei diesen wurde die Videokonsultation bevorzugt zur Kontrolle, OP-Beratung oder Therapiebesprechung genutzt.

WAS GESAGT WURDE

Der Geschäftsführer von jameda, Dr. Florian Weiß, sagte anlässlich dieser positiven Trends: „Die letzten Monate zeigen: Sowohl Ärzte als auch Patienten haben Vertrauen in digitale Gesundheitsanwendungen gesammelt.

Durch die Pandemie haben Ärzte und Patienten erfahren, wie einfach die Nutzung telemedizinischer Angebote ist und dass dieser digitale Kontakt in bestimmten Fällen eine gute Ergänzung zur physischen Behandlung in der Praxis darstellt.“

GUT ZU WISSEN

Jameda ist mit 6 Mio. Online-Konsultationen pro Monat nach eigenen Angaben das größte Arzt-Patienten-Portal und führender Anbieter für die Videosprechstunde in Deutschland. Angeschlossen sind derzeit bereits 275.000 Ärzte und Heilberufler.

Angesichts der Pandemie hatte das Unternehmen, das zu Hubert Burda Media gehört, die Videosprechstunde zunächst für Allgemeinmediziner und Internisten sowie im April 2020 auch für Kinderärzte und Hebammen für die Dauer eines halben Jahres zur kostenlosen Nutzung freigeschaltet.

Weitere Informationen erhalten Sie HIER

Auch für Sie interessant

Your search returned no results.