Mit dem KHZG digitale Patientenportale fördern

3,4 Mrd. Euro sollen in die Digitalisierung deutscher Kliniken fließen. Health-IT Unternehmen schließen deshalb jetzt neue Partnerschaften, darunter auch Philips und nubedian.

von
Anna
Engberg

Digitale Patientenportale zählen zu den Förderbereichen, die gemäß dem neuen Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) unterstützt werden.

Mit dem Förderprogramm will die Bundesregierung die Digitalisierung der deutschen Krankenhauslandschaft vorantreiben und das deutsche Gesundheitswesen zukunftsfähiger machen.

Während viele Kliniken ihre Digitalisierungsvorhaben nun intern oder in Workshops konkretisieren, geben erste Anbieter ihre förderfähigen IT-Konzepte bekannt.

DER HINTERGRUND

Um für den Investitionsbereich „Digitale Patientenportale“ ein passendes Lösungsangebot zu schaffen, kooperiert das deutsche Softwareunternehmen nubedian jetzt mit zahlreichen Partnern, darunter Royal Philips, dem niederländischen Branchenführer für Gesundheitstechnologie, wie die Unternehmen im Juli mitteilten.

Im Rahmen dieser Kooperation kommt die Software-Plattform Caseform in Verbindung mit dem Portal Philips Engage zum Einsatz. Die integrierte Lösung ist förderfähig über das KHZG und unterstützt eine ganzheitliche Patientenversorgung mittels einheitlicher Dokumentation und übergreifendem Aufnahme- und Entlassmanagement, welches auch die Sozialdienste umfasst.

Zielsetzung und Mehrwert ist laut den beiden Unternehmen dabei nicht nur die verbesserte Nachsorge, sondern auch der strukturierte Datenaustausch über alle gängigen KIS hinweg, der, ohne Versorgungsbrüche, zugleich den klinischen Arbeitsaufwand reduziert.

DER GRÖSSERE KONTEXT

Das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) als Investitionsprogramm fördert Bund und Länder mit 4,3 Mrd. Euro für die digitale Aufrüstung in bestimmten Bereichen deutscher Krankenhäuser, u.a. den Notaufnahmen, bei der Dokumentation, Entscheidungsunterstützung und für Patientenportale, Telemedizin und Robotik, aber auch für Leistungsanforderung, IT-Sicherheit und Cloud Computing.

Das KHZG sanktioniert über das DRG-System überdies diejenigen Kliniken, welche keine oder nur unzureichende Digitalisierungsmaßnahmen unternehmen.

WAS GESAGT WURDE

Julia van Boemmel, Business Leader Population Health Management bei Philips DACH, sagte anlässlich der Kooperation mit nubedian: „Gemeinsam können wir die Stärke unseres Philips Engage Portals im Aufnahme- und Behandlungsmanagement um die zehnjährige Erfahrung von nubedian im Entlassmanagement ergänzen. So können wir nicht nur die Patientenversorgung verbessern, sondern auch das Personal entlasten.“

Mathias Schmon, Geschäftsführer der nubedian GmbH, erklärte: „Mit der Zusammenarbeit bieten wir Krankenhausträgern eine innovative Gesamtlösung zur Umsetzung des Fördertatbestands 2 des Krankenhauszukunftsgesetzes. Unsere Entlass- und Überleitungsplattform kann nahtlos in das Patientenportal Engage von Philips integriert werden.“

GUT ZU WISSEN

Das Unternehmen nubedian hat mit seinen Software-Systemen CareSD und Caseform Lösungen für das klinische Entlassmanagement in Verbindung mit der Sozialdienstdokumentation entwickelt, die bereits u.a. an der Uniklinik Bonn zum Einsatz kommen und bei der Dokumentation eines durchgängigen Patientenpfades ohne Technologiebruch unterstützt.

Weitere Informationen finden Sie HIER

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