COVID-19: Home Monitoring verkürzt Krankenhausaufenthalte

Vorbild für die DACH-Region: in den Niederlanden unterstützt jetzt eine App Kliniken bei der häuslichen Beobachtung von COVID-19-Patienten. Bei einer Gruppe von 33 Patienten sank die Dauer der stationären Einweisung dabei um insgesamt 134 Tage.

Das in den Niederlanden ansässige St. Antonius Hospital hat zusammen mit dem E-Health-Unternehmen Luscii eine Möglichkeit zur häuslichen Beobachtung von hospitalisierten COVID-19-Patienten geschaffen.

WARUM DIES WICHTIG IST

COVID-19-Patienten, die sich noch nicht vollständig erholt haben, aber stabil sind, können freiwillig vorzeitig entlassen werden. Sobald sie dies tun, werden sie über ein Programm in der Luscii-App zu Hause beobachtet, um den Übergang zu erleichtern. Dort können sie täglich über ihre Sauerstoffsättigung, Temperatur und Symptome berichten.

Ein Team aus Lungenärzten und Co-Assistenten bewertet die Datentrends und nimmt bei Bedarf Kontakt auf. Im Falle einer Verschlechterung kann durch eine schnelle Anpassung der Behandlung ein erneuter Krankenhausaufenthalt verhindert werden. Das medizinische Team steht den Patienten auch telefonisch für weitere Fragen zur Verfügung.

Eine Umfrage ergab, dass 97 Prozent der Patienten mit der häuslichen Beobachtung sehr zufrieden waren und alle Benutzer diese Form der Pflege ihren Angehörigen empfehlen würden.

Die Ergebnisse aus der ersten COVID-19-Welle zeigen eine Reduzierung von durchschnittlich fünf Aufnahmetagen pro Patient. Diese Erkenntnisse basieren auf 33 Patienten, die zwischen April und Mai häuslich beobachtet wurden.

DER GRÖSSERE KONTEXT

Die NuvoAir Home-Plattform veröffentlichte Studien zur pädiatrischen Pulmonologie aus Großbritannien und Schweden, aus denen hervorgeht, dass sowohl junge als auch erwachsene Patienten mit Atemwegserkrankungen zu Hause ohne klinische Überwachung unter Verwendung ihres Heimgeräts eine Spirometrie mit hoher Qualität erzielen können.

Im Bereich der häuslichen Beobachtung konkurriert auch das multinationale Servicenetzwerk Deloitte, das kürzlich eine neue Funktion für die häusliche Beobachtung und Fernpflege für seine ConvergeHEALTH MyPath-Plattform eingeführt hat.

WAS GESAGT WURDE

Agnes Grutters, eine Co-Assistentin im fünften Jahr am St. Antonius Hospital, sagte: „Wir haben einen steigenden Mangel an Betten festgestellt und wollten auf sichere Weise eine Krankenstation für zu Hause einrichten, damit das Krankenhaus seine Kapazität behält, ohne glechzeitig eine zusätzliche Belastung für Hausärzte zu schaffen.“

„Als Voraussetzung mussten die Patienten in der Lage sein, zu Hause zurecht zu kommen. Tatsächlich kann diese häusliche Beobachtung als Brücke zwischen dem Krankenhaus und dem Hausarzt angesehen werden. Glücklicherweise können wir eine unbegrenzte Anzahl von Patienten ohne zusätzliche Kosten aufnehmen. Diese Flexibilität ist jetzt erforderlich, da die Zahl der Aufnahmen weiter steigt.“

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Dies ist eine Übersetzung eines englischsprachigen Artikels von Sara Mageit, erschienen auf MobiHealthNews.

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