Migräne-Therapie via Ernährung: Deutsches Start-Up erhält 5 Mio. Euro

Auch für Migräne-Patienten wächst die digitale Gesundheitsversorgung weiter an: Mit der Finanzierung seines neuen, nach deutschem Gesetz verschreibungspflichtigen Therapeutikums erweitert Perfood die Therapiemöglichkeiten bei chronischem Kopfschmerz.

Perfood, ein deutsches Start-Up für digitale Therapien, hat in einer Finanzierungsrunde der Serie A 5 Mio. Euro erhalten, um sein erstes verschreibungspflichtiges Therapeutikum sinCephalea zur Behandlung von Migräne auf den Markt zu bringen. Gleichzeitig bereitet sich das Unternehmen darauf vor, die Technologie auf andere Länder auszuweiten.

Dies beinhaltet die Durchführung klinischer Studien zur Weiterentwicklung seiner digitalen Therapeutika.

Der Boehringer Ingelheim Venture Fund führte die Runde an und wird von dem deutschen Family Office UV-Cap und der Schweizer Investmentplattform investiere unterstützt.

Dr. Oliver Reuss wird zusammen mit Nicholas Vetter von UV-Cap, Jochen Brüggen, der die Investoren von Perfood's Seed vertritt, und Dominik Burziwoda, dem Aufsichtsrat von Perfood für den Boehringer Ingelheim Venture Fund, beitreten.

WARUM DIES WICHTIG IST

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass der individuelle Glukosestoffwechsel eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Krankheiten wie Migräne, Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs spielt.

Das Produkt sinCephalea von Perfood überträgt die Wissenschaft auf digitale Gesundheitsanwendungen zur Behandlung dieser Krankheiten.  Seit 2017 entwickelt das medizinische Team des Start-Ups digitale Therapieprogramme, die auf einer personalisierten, blutzuckerstabilisierenden Ernährung basieren.

Die personalisierte Ernährungsmaßnahme wird durch gezielte Verhaltensmodulierung erweitert, z. B. um Funktionen zur Einhaltung von therapeutischen Vorgaben und zur Aufklärung von Patienten.

Perfood erfasst Ernährung, Aktivität, Symptome und Medikation sowie glykämische Reaktionen innerhalb eines begrenzten Zeitraums von zwei Wochen, gefolgt von einem digitalen Unterstützungsprogramm für die Patienten.

Das Digitale Versorgung Gesetz (DVG) wurde am 8. November vom Bundestag verabschiedet. Nach der neuen Gesetzgebung sind Ärzte in der Lage, Patienten digitale Gesundheits-Apps zu verschreiben, die von der gesetzlichen Krankenversicherung des Landes erstattet werden können.

WAS GESAGT WURDE

Dr. Oliver Reuss vom Boehringer Ingelheim Venture Fund erklärt: „Es gibt zahlreiche Krankheiten im Zusammenhang mit dem Blutzuckerstoffwechsel. Perfood hat eine einzigartige Technologie entwickelt, um die zu Grunde liegenden Ursachen anzugehen. Diese Technologie hat das Potenzial, die derzeitigen Standardbehandlungen verschiedener vorherrschender Krankheiten wie Stoffwechsel- oder Immunerkrankungen perfekt zu ergänzen.“

Dominik Burziwoda, Gründer und CEO von Perfood, sagte: „Mit Boehringer Ingelheim Venture Fund, UV-Cap und investiere verfügt Perfood über ein hervorragendes Setup, um sinCephalea nicht nur in Deutschland, sondern auch international auf den Markt zu bringen.“

Dr. Torsten Schröder, Chief Medical Officer von Perfood, fügt hinzu: „Wir freuen uns sehr, so hervorragende Partner an Bord zu haben, die erstklassiges Knowhow aus Medizin und Hightech miteinander kombinieren. Gemeinsam können wir eine digitale Therapielösung als innovative Behandlungsoption für Millionen von Migränepatienten anbieten.“

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Dies ist eine Übersetzung eines englischsprachigen Artikels von Sara Mageit, erschienen auf MobiHealthNews.

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