Forscher der Uni Cambridge verwenden mobile Überwachung zur COVID-19 Früherkennung

Eine britische Studie ermöglicht eine frühere Identifizierung von Infektionen und forscht an der Weiterentwicklung der Behandlungsmöglichkeiten.

Die MRC Abteilung für Epidemiologie an der Universität Cambridge hat im Rahmen der Fenland-Studie ein Forschungsprojekt mit einer Fernüberwachungsplattform des digitalen Gesundheitsunternehmens Huma gestartet.

Über die Smartphone-App von Huma bitten die Forscher die Studienteilnehmer, detaillierte Gesundheitsdaten bereitzustellen, um Einblicke in die Erkennung und das Fortschreiten von COVID-19 zu erhalten.

Die Studie wird Antikörper messen, um festzustellen, wie viele Menschen zuvor in der ersten Welle der Pandemie mit COVID-19 infiziert wurden, und die Entwicklung von Antikörpern in den nächsten Monaten beobachten.

WARUM DIES WICHTIG IST

Die Fenland-Studie enthält Daten zu 12.500 Teilnehmern, und sie wird diese nutzen, um Erkenntnisse zu liefern und digitale Biomarker zur Früherkennung von COVID-19 zu entdecken.

Die Nutzung der digitalen Plattform von Huma ermöglicht es dem Forschungsteam, Informationen ohne persönlichen Kontakt zwischen Teilnehmern und Forschern zu sammeln.

Die Teilnehmer an der Fenland-Studie werden die Huma-Technologie nutzen, um über ein Smartphone Informationen zu ihrem Gesundheitszustand zu melden und sich mit den Forschern auszutauschen. Auf diese Weise erhalten diese Gesundheitsdaten zum besseren Verständnis des Krankheitsverlaufs und der frühen Vorboten von COVID-19.

Die Studie wird es Forschern zudem ermöglichen, die Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit und politische Reaktionen wie soziale Abstandsregelungen in Bezug auf gesundheitsbezogene Verhaltensweisen, Wohlbefinden und psychische Gesundheit zu untersuchen.

Das Verständnis der frühen Anzeichen von COVID-19 soll, so hoffen die Forscher, eine frühere Erkennung der Infektion und eine wirksamere Behandlung und Infektionskontrolle ermöglichen.

DER GRÖSSERE KONTEXT

Da die Coronavirus-Krise einen starken Zuwachs an Forschungsdaten zu verzeichnen hatte, begann die Research Data Alliance Anfang des Jahres mit der Erstellung eines neuen Leitfadens für den Datenaustausch während der globalen Krise im Bereich der öffentlichen Gesundheit.

Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang außerdem, dass die University of California Health einen einheitlichen Datensatz erstellt hat, der Forschern bei der Entwicklung von COVID-19-Behandlungen helfen soll.

WAS GESAGT WURDE

Dan Vahdat, Gründer und CEO von Huma, sagte: „Die COVID-19-Pandemie hat der Welt klar gemacht, dass die traditionelle Art der Patientenversorgung ihre Grenzen hat. Zum ersten Mal in der Geschichte verfügen wir über Plattformen, Geräte sowie Datenerfassungs- und Analysefähigkeiten, die die Art und Weise, wie Gesundheitsversorgung geleistet wird, verändern können, und wir können Ihnen ein Mini-Krankenhaus in die Tasche stecken".

"Wir freuen uns darauf, mit der Universität Cambridge zusammenzuarbeiten, um neue digitale Biomarker und Erkenntnisse zur Gesundheit zu entdecken, die auf der Fenland-Studie mit 12.500 Personen und ihren Gesundheitsdaten über einen Zeitraum von bis zu fünfzehn Jahren basieren. Mit diesen vertieften Gesundheitsdaten freuen wir uns auf die Entdeckung neuer Erkenntnisse und digitaler Biomarker, die zum Verständnis der Frühindikatoren und des Krankheitsverlaufs von COVID-19 und weit darüber hinaus beitragen können.

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Dies ist eine Übersetzung eines englischsprachigen Artikels von Sara Mageit, erschienen auf MobiHealthNews.

 

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