Schweizer Beratungsunternehmen sieht in der digitalen Pathologie und in Patientenportalen zukünftige Investitionsschwerpunkte in der Schweiz und in Deutschland

COVID-19 hat gezeigt, wie wichtig E-Health ist, und Krankenhäuser begrüßen Finanzierungsinitiativen, um die Digitalisierung voranzutreiben. In einem Interview mit Healthcare IT News teilt das Schweizer Beratungsunternehmen Indema seine Ansichten zu den Investitionsprioritäten von Krankenhäusern und Trends auf dem schweizerischen und deutschen Markt.

Unter anderem hat die Corona-Krise die immensen Vorteile der Digitalisierung der Gesundheitsversorgung aufgezeigt. Umgekehrt hat sie auch den Mangel an digitaler Infrastruktur deutlicher gemacht und die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung bei den Investitionsplänen der Krankenhäuser weiter oben auf die Agenda verschoben. Die Finanzierung dieser Pläne bleibt jedoch eine Herausforderung. Daher sind Bundesinitiativen, die zur Umsetzung der Digitalisierungsagenda beitragen, dringend erforderlich.

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Innerhalb der D-A-CH-Region hat Deutschland mit dem „Krankenhauszukunftsgesetz“ (KHZG) den umfassendsten Schritt unternommen, um finanzielle Anreize für die digitale Transformation von Krankenhäusern zu schaffen. Das Gesetz wurde am 28. September 2020 verabschiedet und sieht insgesamt 4,3 Mrd. Euro für die Unterstützung von Krankenhäusern vor, um in die Modernisierung von Notfallkapazitäten, die Digitalisierung und die IT-Sicherheit zu investieren. Anna Hitz, Partner Healthcare bei der Indema AG, einem in Zürich ansässigen Beratungsunternehmen, das sich auf die digitale Transformation des Gesundheitswesens und des öffentlichen Sektors in der Schweiz spezialisiert hat, gibt an, dass es in der Schweiz keine vergleichbaren Initiativen gibt, außer einigen kleineren zur Unterstützung von Forschungsinitiativen. „Trotzdem ist das Schweizer Bundesamt für Gesundheit bestrebt, die digitale Transformation der Gesundheitsversorgung voranzutreiben“, betont sie und bleibt optimistisch, dass es zu gegebener Zeit weitere Initiativen auf dem Schweizer Markt geben wird.

Plattformen, digitale Pathologie und Patientenportale sind oberste Investitionsprioritäten

Ein Effekt dieser größeren nationalen Finanzierungsinitiativen sind homogenere Investitionstätigkeiten von Gesundheitsorganisationen. Thomas Zwahlen, Managing Partner der Indema AG, erwartet eine Fortsetzung des Trends bei den Schweizer Krankenhäusern, die heterogene Landschaft der Krankenhausinformationssysteme zu konsolidieren: „Wir gehen von einer Konsolidierung der Anzahl der Krankenhäuser und der Anbieter von Softwarelösungen in der Schweiz aus. Das Fehlen einer nationalen IT-Strategie hat bisher zu einer Vielzahl von isolierten IT-Lösungen geführt.“ Langfristig sieht er auch eine Konsolidierung von Anbietern und IT-Beratern voraus. Hitz fügt hinzu, dass die Konsolidierung hauptsächlich kleinerer Krankenhäuser in der Schweiz dazu führen wird, dass Krankenhäuser mehr für die Harmonisierung ihrer Prozesse und des öffentlichen Auftritts ausgeben.

In Deutschland erwartet Hitz in den nächsten zwei Jahren weitere Investitionen in Patientenportale, da dies eine der Lösungen ist, deren Umsetzung vom KHZG finanziell unterstützt wird.

Indema geht allgemein davon aus, dass die digitale Pathologie, ein Teil von Enterprise Image Management, ein übergeordneter Investitionsschwerpunkt in der D-A-CH-Region sein wird: „Die digitale Pathologie ist die letzte analoge Bastion in Krankenhäusern, obwohl bereits seit einiger Zeit die technischen Grundlagen bestehen. Dazu gehören insbesondere auch erschwingliche Speichermöglichkeiten. Die Umsetzung in Deutschland wird mittels der Unterstützung durch das KHZG erleichtert“, erklärt Hitz.

Darüber hinaus sieht Indema aufgrund der Pandemie mehr Aktivitäten im Bereich Self-Service-Plattformen, einschließlich elektronischer Buchungssysteme sowie Telemedizin in der gesamten D-A-CH-Region. Trotz bestimmter nationaler Investitionstrends warnt Indema jedoch davor, dass die Investitionsprioritäten von Krankenhaus zu Krankenhaus variieren können.

Zusammenarbeit für den Erfolg

Indema, das als Vermittler an der Schnittstelle zwischen Krankenhäusern und IT-Anbietern tätig ist, konzentriert sich auf Technologie, Prozesse und Organisationsentwicklung, wobei das Content Management im Mittelpunkt seines Geschäftsbereichs „Health“steht. Es arbeitet mit einem Verbund von Partnern zusammen und bietet seinen Kunden erstklassige Lösungen. Insbesondere die Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Unternehmen Hyland eröffnet neue Möglichkeiten auf dem Schweizer Markt. „Die Partnerschaft mit Hyland bietet uns einen äußerst wertvollen und unkomplizierten Zugang zu einer Fülle von Wissen, das wir an unsere Kunden weitergeben können“, sagt Zwahlen. Er fährt fort: „Sie ermöglicht uns, neue Lösungen für unsere Kunden zu finden, die in der Schweiz – einem Land, das hinsichtlich der digitalen Reife hinter den USA und den nordischen Ländern zurückbleibt – noch nicht erprobt wurden. Unsere Kunden schätzen dies und können vom stetig wachsenden Know-how von Hyland profitieren, die kontinuierlich Unternehmen akquirieren und erfolgreich integrieren.“

Laut Hitz begann diese Partnerschaft 2019 und beide Partner ergänzen sich gegenseitig. „Hyland ist ein international erfolgreicher Softwareanbieter mit breitem Fachwissen in verschiedenen Branchen, einschließlich des Gesundheitswesens. Als lokal tätiger Anbieter von Beratungsdienstleistungen, der sich auf das Gesundheitswesen und den öffentlichen Sektor spezialisiert hat, bietet Indema Hyland einen Zugang zum Schweizer Markt, der sich deutlich vom eigenen unterscheidet, insbesondere in Bezug auf die Größe der Geschäftstätigkeit der Kunden“, kommentiert sie.

Hitz fährt fort: „Das Inselspital in Bern mit mehr als 40 verschiedenen Kliniken und Instituten und fast 900 Betten ist eines der größten Krankenhäuser der Schweiz. Im Gegensatz dazu sind viele US-Krankenhäuser ohne weiteres bis zu dreimal so groß wie das Inselspital und auf nur eine Disziplin spezialisiert“, sagt sie. „Wir können Hyland mit unserem umfassenden Wissen über den Schweizer Gesundheitsmarkt, seine politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen sowie die aktuellen Entwicklungen, unterstützen“, bekräftigt Zwahlen Indemas Beitrag.

„Wir haben uns mit der Lösungsplattform von Hyland vertraut gemacht. Dies ermöglicht es uns, unseren Kunden neue Lösungen und Ansätze anzubieten, von denen Spitäler in der Schweiz stark profitieren können“, folgert Hitz für die Vorteile dieser Partnerschaft für ihre Kunden. Dies macht es zu einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten.
 

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Dies ist eine Übersetzung eines englischsprachigen Artikels, erschienen auf Healthcare IT News.

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