Smarte Gesundheit 2021

Neue Trendstudie von BearingPoint veröffentlicht: Die Deutschen vertrauen zunehmend in die digitale Gesundheitsversorgung.

von
Anna
Engberg

BearingPoint, ein Beratungsunternehmen für Management und Technologie, hat mit „Smarte Gesundheit 2021“ seine inzwischen dritte Trendstudie zum Themenkomplex veröffentlicht.

Dieser zufolge wächst die Nutzungshäufigkeit und Akzeptanz der Deutschen in Bezug auf die digitalisierte Gesundheitsversorgung einschließlich des Vertrauens in das Potenzial gesundheitsbezogener Apps, Wearables und telemedizinischer Leistungen.

DER HINTERGRUND

Alle zwei Jahre erfasst BearingPoint die Einstellung der Deutschen zur digitalisierten Gesundheitsversorgung, zuletzt in den Jahren 2017 und 2019. Für die bevölkerungsrepräsentative Umfrage 2021 wurden in diesem Mai rund 2000 Deutsche ab 16 Jahren online interviewt.

Allein das Verhalten bei der Mediennutzung für das eigene Gesundheitsmanagement habe sich im Vorjahresvergleich geändert, konstatiert die Studie: die Nutzungsrate von Smartphone und Tablet - und damit die Erfahrung, Gesundheit digital zu managen - sei um zehn Prozent auf 37 Prozent der Bevölkerung angestiegen. Elf Prozent haben bereits Erfahrung mit medizinischer Videokonsultation.

Je 27 Prozent der Befragten gaben an, einer KI-basierten Diagnostik zu vertrauen und kein Risiko bei der Überwachung ihrer Gesundheitsdaten zu sehen. So würden mit 71 Prozent fast drei Viertel aller Befragten ihre Gesundheitsdaten an den Hausarzt erlauben.

Ebenfalls gestiegen sei das Vertrauen in das Datenmanagement durch Pharmaunternehmen: mit 16 Prozent hat sich die Bereitschaft der Deutschen, ihre Daten zu spenden, vervierfacht.

Vervierfacht hat sich gegenüber 2017 auch die Zahl derjenigen, die Smart Devices und Fitnessarmbänder zur Überwachung ihrer Gesundheit einsetzen – auf 30 Prozent. In der Gruppe der 20- bis 40-Jährigen nutzt sogar fast jeder Zweite diese digitalen Gadgets.

Auch in Bezug auf zukunftsweisende Innovationen nimmt die gesellschaftliche Offenheit zu: rund ein Drittel der Deutschen würde sich robotergestützt operieren lassen (32 Prozent), eine Transplantation eines Organs aus 3D-Druck zulassen (30 Prozent) oder „Smart Pills“ schlucken, welche Einnahme und Dosierung sensorisch steuern (28 Prozent).

In Bezug auf die elektronische Patientenakte (ePA) gaben sechs Prozent an, die ePA bereits zu nutzen; weitere 41 Prozent bestätigten, dies fest vorzuhaben. Mit 34 Prozent hatte ein Drittel der Bevölkerung allerdings zugleich noch nie von der ePA gehört.

WAS GESAGT WURDE

Ralf Dillmann, Partner bei BearingPoint, sagte: „Im zweiten Jahr der Pandemie zeichnet sich eine historische Chance ab, die Digitalisierung des Gesundheitswesens voranzubringen. Wir alle haben gesehen, welchen Unterschied es macht, ob Gesundheitsämter Daten faxen müssen oder Kontakte digital nachverfolgen können. (…) Dieser neuen Offenheit müssen wir konkrete Angebote gegenüberstellen.“

Stefan Savu, ebenfalls BearingPoint Partner, ergänzte: „Das bedeutet einerseits, in die einfache Bedienbarkeit von Anwendungen zu investieren und andererseits, die Angebote bekannt zu machen.“ Gerade bei der elektronischen Patientenakte gebe es im Vergleich zur eGK noch viel Luft nach oben, betonte Savu.

GUT ZU WISSEN

Die unabhängige Management- und Technologie-Beratung BearingPoint ist weltweit in über 75 Ländern tätig und verfügt über acht Niederlassungen in Deutschland, die sich auf Beratung, IP-basierte Managed Services und Softwarelösungen für die digitale Transformation fokussieren.

Die komplette Studie können Interessierte hier herunterladen

Weitere Informationen finden Sie HIER

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