Neues HIMSS e-Health Trendbarometer untersucht Einführung von Telemedizin in Europa vor und während der Pandemie

Die Studienergebnisse sind erstmals als eBook verfügbar.

Mit dem HIMSS e-Health Trendbarometer 2020 zum Schwerpunkt Telehealth Adoption in Europe prior to COVID-19 hat die Healthcare Information and Management Systems Society (HIMSS) einen aktuellen Report veröffentlicht, der den aktuellen Stand der Telemedizin im europäischen Gesundheitswesen kurz vor und während dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie aufzeigt.

Die HIMSS eHealth Trendbarometer Studie zur Telegesundheit wurde von SIEMENS Healthineers unterstützt und erstmals zum Download als eBook veröffentlicht.

DER HINTERGRUND

Für die diesjährige Umfrage befragte HIMSS im Januar und Februar 2020 mehr als 350 eHealth-Experten und Gesundheitsakteure aus 27 Ländern. Entsprechend liefert das eBook interessante Einsichten zu Telegesundheitslösungen und -diensten, den zentralen Herausforderungen im Kontext der Telemedizin und der vorhandenen Marktlandschaft.

Der Bericht spiegelt vor allem den derzeitigen Status Quo der Telemedizin in Europa wieder und analysiert, welchen Einfluss die Coronakrise auf den digitalen Gesundheitssektor der EU hatte.

Wie die Studie aufzeigt, wurden telemedizinische Lösungen in den EU-Ländern vor der Pandemie sehr unterschiedlich eingesetzt: während Deutschland und die Schweiz telemedizinische Dienste bislang allem für die Akutversorgung nutzen, setzen sie die skandinavischen Länder bevorzugt für Prävention, Verhaltenstherapie und mentale Gesundheit ein.

Im übrigen Europa findet Telemedizin primär beim Management chronischer Erkrankungen Einsatz – so die Angabe von 74 Prozent aller befragten Gesundheitsakteure. In Spanien und Italien liegt dieser Anwendungsbereich mit 97 und 86 Prozent sogar noch deutlich höher. Therapie- und Medikationsmanagement spielen bei telemedizinischen Versorgungsabläufen dagegen derzeit noch eine untergeordnete Rolle.

Interessant fanden die Autoren der Studie auch, dass rund 7 von 10 telemedizinischen Anwendungen auf dem EU-Markt auf die ältere Generation zugeschnitten sind. Laut des Trendbarometers haben 77 Prozent der Hersteller bei der Entwicklung telemedizinischer Technologien Senioren im Visier und wollen diese bei der unabhängigen Lebensführung unterstützen.

Darüber hinaus geht die Studie auch auf Finanzierung, Wirksamkeit, Richtlinien, IT-Sicherheit und Datenschutz im Zusammenhang mit telemedizinischer Versorgung ein und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Marktentwicklung.

WAS GESAGT WURDE

“Viele Experten auf diesem Gebiet erkennen die wichtige Rolle der Telemedizin an und wissen um die Notwendigkeit, ihren Nutzen langfristig nachhaltig zu gestalten”, sagte Jörg Studzinski, Director of Research and Advisory Services bei HIMSS Europe zur aktuellen eHealth Trendbarometer Studie und fügte hinzu:

“Wir müssen uns jedoch eingestehen, dass man bislang nicht die Zeit dafür aufgebracht hat, um Arbeitsprozesse und Strategien dahingehend zu überdenken. Die COVID-19-Krise schafft uns neue Möglichkeiten. Jetzt ist die beste Zeit, um kulturelle Herausforderungen zu überwinden, Richtlinien zu aktualisieren und die Interoperabilität zu verbessern, welche die Einführung von Telemedizin viele Jahre verhindert hat, besonders im klinischen Anwendungsbereich.“

Rahma Samow, SVP & Global Head of Marketing bei Siemens Healthineers, sagte: „Wir haben buchstäblich über Nacht gesehen, wie notwendig Kommunikationsmittel zur Überwachung und Beratung sind, mit deren Hilfe Patienten physisch nicht mehr präsent sein und stundenlang in Wartezimmern verbringen müssen. Diese schnelle Evolution wurde von den meisten Versorgern unmittelbar umgesetzt und von Patienten als „neue Norm“ akzeptiert.“

Weitere Informationen erhalten Sie HIER

Auch für Sie interessant

Your search returned no results.