Helios Kliniken expandieren digitales Angebot

Curalie-CEO übernimmt Ausbau telemedizinischer Services an deutschen Privatkliniken.

von
Anna
Engberg

Zum Jahresbeginn 2021 soll der CEO der Gesundheits-App und Plattform Curalie den Ausbau digitaler Gesundheitsangebote bei den Helios Kliniken übernehmen.

Dies teilte Helios Health, die Holding der deutschen und spanischen Privatkliniken, in einer Pressemitteilung Ende Juli mit.

DER HINTERGRUND

Die Gruppe der Helios Kliniken gilt als einer der größten Anbieter für die stationäre und ambulante Patientenversorgung in Europa. Allein in Deutschland versorgen die Privatkliniken jährlich rund 5,6 Mio. Patienten, 4,4 Mio. davon ambulant.

Wie bei den meisten Gesundheitsversorgern ist auch bei Helios der Bedarf an kontaktloser Telemedizin durch die Corona-Pandemie sprunghaft angestiegen. So wurden im Jahr 2020 laut Unternehmensangaben bei den Helios Kliniken in Spanien bereits 20.000 telemedizinische Beratungen durchgeführt.

Nun soll das digitale Gesundheitsangebot auch in Deutschland anwachsen: Dr. Jan Leister, der CEO des Berliner Digital-Health-Unternehmens Curalie, das durch seine gleichnamige Gesundheits-App bekannt ist, übernimmt deshalb die Aufgabe als Executive Director Digital Health bei Helios Health.

„Mit Jan Leister haben wir einen erfahrenen und hervorragend qualifizierten Experten an Bord, der unsere weiteren Ideen und Initiativen in enger Zusammenarbeit mit anderen Bereichen unseres Unternehmens mit Nachdruck vorantreiben wird“, sagte der Fresenius-Vorstand und CEO bei Helios Health Dr. Francesco De Meo.

Die Fresenius-Tochter Curalie startete im November 2019 mit einer digitalen Gesundheitsanwendung für chronisch Erkrankte zur barrierefreien und ortsunabhängigen Versorgung und besseren Vernetzung der stationären, ambulanten und rehabilitativen Dienstleister.

Mit Beginn der Corona-Pandemie ist das Curalie-Angebot sogar kostenfrei nutzbar. Laut Unternehmen wurden 2020 bereits 5000 digitale Behandlungen verzeichnet.

Für die Zusammenarbeit von Helios Health mit Curalie sind die Ziele bereits gesteckt: „Unsere Vision ist die Entwicklung einer virtuellen Klinik, die Menschen ortsunabhängig versorgt“, erklärte Dr. De Meo: „überall da auf der Welt (werden), wo die örtlichen Gesundheitsstrukturen unterentwickelt sind. Dort können digitale Therapien vielen Menschen überhaupt erst eine adäquate Gesundheitsversorgung ermöglichen.”

WAS GESAGT WURDE

„Telemedizinische Angebote und digitale Therapien tragen zu einer modernen, patientenorientierten und gleichzeitig effizienten medizinischen Versorgung bei – und machen Patientinnen und Patienten zufriedener“, kommentierte Dr. De Meo. Das habe sich gerade in Zeiten der Corona-Pandemie gezeigt und bestätige, dass man mit den bereits etablierten Angeboten auf dem richtigen Weg sei, so der CEO bei Helios Health.

„Ich freue mich darauf, in meiner neuen Rolle die damit verbundenen Potenziale für die Patienten, die verschiedenen Leistungserbringer und Partner im Gesundheitswesen und natürlich auch für unser Unternehmen noch gezielter zu nutzen“, erklärte der Curalie-CEO Dr. Jan Leister und fügte hinzu:

„Uns bietet sich jetzt die große Chance, Medizin ganz neu zu denken und zu gestalten. Digitale Therapien bieten die Möglichkeit, Patienten auch zwischen physischen Arzt- oder Klinikbesuchen umfassend, kontinuierlich und damit effektiv zu behandeln. Denn der Austausch mit dem behandelnden Arzt kann jederzeit sichergestellt werden.“

GUT ZU WISSEN

In Deutschland gehörten im Jahr 2019 über 86 Kliniken, 123 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und 7 Präventionszentren zu Helios, darunter sieben Krankenhäuser der Maximalversorgung.

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