Wirtschaftliches Potenzial durch KI-Modelle stärken

KI-Modell-Entwickler gewinnen 8. Businessplan-Wettbewerb am Hasso-Plattner-Institut (HPI). Davon könnten in Zukunft auch Gesundheitsunternehmen profitieren.

von
Anna
Engberg

Die HPI School of Entrepreneurship (E-School) und der HPI Seed Fund des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in Potsdam haben 2020 gemeinsam den 8. Businessplan-Wettwerb für junge Unternehmen und Gründer in Deutschland ausgerichtet.

Wie das Wissenschafts-Institut jetzt bekannt gab, hat das neu gegründete Start-Up onetask.ai den diesjährigen Wettbewerb und die auf 100.000 Euro dotierte Förderung gewonnen.

DER HINTERGRUND

Mit seiner Gründungsidee, die Einführung von KI-Modellen in Unternehmen zu vereinfachen, gewann das dreiköpfige Gründerteam von onetask.ai den diesjährigen Businessplan-Wettbewerb der HPI E-School, der sowohl finanzielle Zuwendungen zur Entwicklung der Gründungsidee, ein Investmentangebot des HPI Seed Fund und ein Business Coaching durch die HPI E-School umfasst.

Das Gründerteam aus dem Start-Up onetask.ai hat eine Software entwickelt, mit der Unternehmen, die noch keine KI-Erfahrung haben, diese Technologie jedoch zukünftig einsetzen wollen, eigenständige und automatisierte KI-Modelle umsetzen können.

An Hand von Use Cases und Trainingsdaten ist eine Validierung des Nutzens für das eigene Unternehmen im Vorfeld möglich. Der Beta-Launch der Lösung von onetask.ai soll im ersten Quartal 2021 erfolgen.

Neben dem Finalisten onetask.ai kamen zwei weitere Start-Ups in die Endrunde: die Ferndiagnoseplattform ViSENSE zur schnellen Fehlerkennung und Datenbündelung im Dashboard sowie das KI-basierte Erkennungstool deaptwin zur automatisierten Komponentenerkennung für Bauteile.

Insgesamt nahmen dieses Jahr 21 Gründerteams am Wettbewerb teil. Seit dem Beginn der Wettbewerbsserie wurden mehr als 150 Start-Ups von HPI-Studierenden und Absolventen gegründet.

Mit der HPI School of Engineering, kurz E-School, hat das Hasso-Plattner-Institut eine Beratungs- und Anlaufstelle für Gründungsideen geschaffen und unterstützt seit 2010 neue Geschäftskonzepte u.a. mit einem Businessplanwettbewerb, bei dem finanzielle Förderungen im Wert von 100.000 Euro vergeben werden.

DER GRÖSSERE KONTEXT

Die Schlüsseltechnologie Künstliche Intelligenz (KI) spielt in Unternehmen zunehmend eine wichtige Rolle, da sie die Effizienz von Arbeitsprozessen und damit das wirtschaftliche Potenzial maßgeblich stärken kann.

Dennoch stellt die Einführung von KI für viele Firmen auf Grund von fehlender Expertise und hohem Investitionsaufwand eine Herausforderung dar. Durch die softwaregestützte Entwicklung von KI-Modellen soll dieses Wissens- und Kostenproblem nun aufgefangen werden.

WAS GESAGT WURDE

Der HPI-Student und Gründer von onetask.ai Johannes Hötter freute sich über die Auszeichnung und Fördermittel und erklärte: „Mit unserer Software ermöglichen wir eine frühzeitige Validierung verschiedener Use Cases und eine Identifikation von potentialversprechenden Anwendungsfällen.“

Sein Mitgründer Henrik Wenck sagte: „Wir planen im Rahmen des Wettbewerbs zeitnah eine neue Firma zu gründen, damit wir unsere KI-Software möglichst schnell umsetzen können.“

Der HPI-Institutsdirektor Prof. Christoph Meinel, der die Jury unterstützte, zog Bilanz: „Unsere Studierenden zu ermutigen und zu unterstützen, ihr eigenes Unternehmen zu gründen, ist wesentlicher Bestandteil unserer HPI-DNA.“ Ein Ausbau der Entrepreneurship-Angebote sei bereits in Planung, sagte er.

GUT ZU WISSEN

Das 1998 gegründete und an die Universität Potsdam angeschlossene Hasso-Plattner-Institut (HPI) ist ein privates Institut für Informationstechnologie, das Studierende u.a. gezielt im Bereich Digital Engineering ausbildet.

Neben einem grundständigen ingenieurswissenschaftlichen Informatikstudiengang werden Aufbaustudienprogramme für Digital Health, IT-Systems Engineering, Data Engineering und Cybersecurity angeboten. Außerdem wird am Digital Health Centre an innovativen Lösungen rund um maschinelles Lernen rund um die menschliche Gesundheit, personalisierte Medizin und Connected Health gearbeitet und geforscht.

Weitere Informationen erhalten Sie HIER

Auch für Sie interessant

Your search returned no results.