Bereit für HIPAA: Amazon Textract

Mit Textract wird ein weiteres KI-Werkzeug von Amazon für das US-Gesundheitsdatenschutz-Gesetz HIPAA (Health Insurance Portability and Accountability Act) zugelassen: das maschinelle Lernwerkzeug kann Daten aus gescannten Dokumenten extrahieren.

Amazon Web Services hat bekannt gegeben, dass seine maschinelle Lerntechnologie Textract jetzt HIPAA-fähig ist. Damit geht das Unternehmen einen weiteren großen Schritt, der sich an seine Kunden im Gesundheitswesen richtet. Das KI-Werkzeug Textract unterstützt Gesundheitsorganisationen dabei, Daten aus gescannten Dokumenten einfacher zu extrahieren.

Mit der HIPAA-Zulassung schließt sich das KI-Werkzeug einem halben Dutzend anderer Cloud-basierter KI-Tools an, die bereits für HIPAA zugelassen sind, darunter Amazon Translate, Amazon Comprehend, Amazon Transcribe, Amazon Polly, Amazon SageMaker und Amazon Rekognition.

WORUM ES GEHT

Es ist wichtig zu unterscheiden, dass die HIPAA-Zulassung nicht mit der HIPAA-Konformität identisch ist - dies bedeutet lediglich, dass die Technologie individuell angepasst und auf die jeweilige Art und Weise eingesetzt werden kann. Unternehmen können Textract nicht einfach installieren und erwarten, dass alles kompatibel ist.

Mit den richtigen Konfigurationen kann das Tool jedoch auch in Gesundheits- und Life-Science-Organisationen eingesetzt werden, deren Aufgaben die Einhaltung von HIPAA erfordern, sagte Textract Produktleiterin Kriti Bharti kürzlich in einem Blogbeitrag.

„Wesentliche Gesundheitsinformationen liegen oft in Dokumenten wie Krankenakten und Formularen. Gesundheits- und Life-Science-Organisationen müssen auf Daten zugreifen, die in diesen Dokumenten gespeichert sind, um medizinische Anforderungen zu erfüllen, Verwaltungsprozesse zu vereinfachen und elektronische Gesundheitsakten zu verarbeiten", sagte Bharti.

„Amazon Textract analysiert praktisch jede Art von Dokument - wie z.B. Patienteninformationen aus einem Versicherungsanspruch oder Werte aus einer Tabelle in einer gescannten Krankenakte - ohne dass Anpassungen oder menschliche Eingriffe erforderlich sind", fügte sie hinzu.

Die neue HIPAA-Zulassung, so Bharti, bedeute, dass „Kunden aus dem Gesundheits- und Life-Science-Bereich die Vorteile voll ausschöpfen können". Sie stellte fest, dass Kunden aus den Bereichen Gesundheitswesen und dem Life-Sciences-Bereich wie The American Heart Association, Celgene und Cerner - die Amazon kürzlich zu ihrem bevorzugten Cloud Hosting-Anbieter erklärte und die gerade eine neue kognitive Plattform auf Basis der AWS-Infrastruktur angekündigt haben - zu den Unternehmen gehören, die untersuchen, wie das maschinelle Lernwerkzeug Arbeitsbelastungen automatisieren kann.

Textract schließt sich sechs weiteren KI-Tools an, die schon HIPAA-fähig sind: Amazon Translate (Sprachübersetzung), Amazon Comprehend (extrahiert Erkenntnisse aus unstrukturiertem Text), Amazon Transcribe (Sprach-zu-Text-Konvertierung), Amazon Polly (Text-zu-Sprache-Konvertierung), Amazon SageMaker (Managed Machine Learning Service) und Amazon Rekognition (Bild- und Videoanalyse).

DER GRÖSSERE TREND

Im Blogbeitrag verweist Amazon auf mehrere Gesundheitsunternehmen, die Textract bereits in Betrieb nehmen. Lesen Sie den vollständigen Artikel


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Dies ist eine Übersetzung eines Artikels von Mike Miliard, erschienen auf der englischsprachigen Version von Healthcare IT News.

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