Mit Robotik in Richtung bessere Versorgung

Können Technologien wie sozial assistierende Roboter die Patientenversorgung verbessern? In Englands Kliniken wird dies jetzt ganz intensiv erforscht: in Zusammenarbeit mit dem Bristol Robotics Laboratory.

Patienten im Southmead Hospital in England könnten dank einer neuen Partnerschaft zwischen dem North Bristol NHS Trust (NBT) und dem Bristol Robotics Laboratory (BRL) schon bald von Robotern in der Erholungsphase nach Operationen unterstützt werden.

Die Organisationen haben angekündigt, dass sie im Rahmen ihrer Zusammenarbeit das Potenzial von Gesundheitstechnologien zur weiteren Verbesserung der Behandlungsergebnisse und der Erfahrung von Patienten untersuchen.

Laut NBT könnten sozial interagierende Roboter Patienten beispielsweise nach chirurgischen Eingriffen basierend auf ihren persönlichen Bedürfnissen zur Seite stehen, während Roboter, die mit intelligenten Sensorensystemen verbunden sind, Patienten bei der Genesung im eigenen Zuhause unterstützen könnten.

Das Krankenhaus weist mit der Einführung von Robotern für die Abgabe von Arzneimitteln in der Apotheke, die Analyse von Blutproben und anderen Dingen bereits die Richtung.

WARUM DIES WICHTIG IST

Vom Personalmangel bis zur Bevölkerungsalterung ist klar, dass der Druck auf die Gesundheitsversorgung in Zukunft auch weiterhin zunehmen wird. Technologie könnte jedoch dazu beitragen, einige dieser Sorgen abzuschwächen.

„Roboter können uns helfen, einige der alltäglichen, wiederholbaren Aufgaben zu erledigen und Mitarbeiter für das freizustellen, was sie am besten können – zuhören, nachdenken und Pflege leisten“, sagte Tim Whittlestone, klinischer Direktor für Anästhesie, Chirurgie, Intensivpflege und Nieren bei NBT.

„Sie können auch Daten analysieren und so die Behandlung, Pflege und Genesung wirklich auf den Patienten zuschneiden. Es gibt ständige Weiterentwicklungen, daher müssen wir die Interaktionsweisen zwischen Patienten, Mitarbeitern und Technologie erst erarbeiten und herausfinden, ob diese nützlich sind.“

Das Bristol Robotics Laboratory, das als das größte Robotiklabor seiner Art in Großbritannien gilt, geht aus einer Partnerschaft zwischen der University of the West of England und der University of Bristol hervor.

DER GRÖSSERE TREND

Southmead ist nicht das einzige Krankenhaus, das verstärkt Anstrengungen unternimmt, um mit dem Einsatz von Technologie die Patientenversorgung zu verbessern.

Das Golden Jubilee Hospital in Schottland führte bereits im Dezember einen neuen Roboter ein, der Ärzte bei Knieersatzoperationen unterstützen soll. Berichten zufolge haben Fachärzte derselben Einrichtung in den letzten 18 Monaten über 150 Lungenchirurgie-Roboteroperationen durchgeführt, um Patienten dabei zu helfen, schneller wieder auf die Beine zu kommen.  

WAS GESAGT WURDE

„Southmead ist eines der bahnbrechenden Krankenhäuser Großbritanniens in Bezug auf den Einsatz von Technologien. Roboter werden bereits verwendet, um Versorgungsgüter zu transportieren und effizientere chirurgische Verfahren zu unterstützen“, so Praminda Caleb-Solly, Professorin für assistive Robotik und intelligente Gesundheitstechnologien an der University of the West of England.

„Diese Partnerschaft wird auf diese beeindruckenden Bemühungen aufbauen. Mit der Zusammenführung der Forschungsexpertise der Universität und der klinischen Expertise des Krankenhauses können wir ein führendes Zentrum für Gesundheitstechnologie schaffen“, fügte Professor Caleb-Solly hinzu.

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Dies ist eine Übersetzung eines Artikels von Leontina Postelnicu, erschienen auf der englischsprachigen Version von MobiHealthNews.

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