DiGA-konform: Cloud-Technologie für Medizin-Apps

Drei zugelassene DiGA-Apps laufen bereits über die Healthcare Cloud von T-Systems. Das Unternehmen unterstützt App-Anbieter und Entwickler bei der technischen und rechtlichen Umsetzung ihrer digitalen Gesundheitsdienste.

von
Anna
Engberg

T-Systems, Dienstleister der Deutschen Telekom, kündigt eine Vereinfachung im DiGA-Zulassungsprozess an: Hersteller und Entwickler können auf die Healthcare Cloud, eine der Healthcare-Lösungen von T-Systems, zurückgreifen.

DER HINTERGRUND

Mit dem Erstattungsanspruch für qualifizierte digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), den die deutschen Versicherten seit Oktober 2020 haben, werden medizinische Smartphone-Apps und telemedizinische Gesundheitsdienste zunehmend attraktiver – nicht nur für Ärzte, welche diese jetzt verschreiben können, sondern auch für Softwarehersteller und Gründer.

Mit der Cloud-Technologie des Kommunikationsunternehmens T-Systems sollen bestehende und neue Apps und digitale Anwendungen am Markt den Zulassungsprozess des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nun schneller durchlaufen und sich damit als DiGA-Anwendungen qualifizieren können.

Die Healthcare Cloud sei deshalb als Basis für digitale Gesundheitsdienste besonders geeignet, weil sie den erforderlichen IT-Sicherheits- und Datenschutzanforderungen der DiGA und der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) entspricht, betont das Unternehmen. Als sichere Hosting-Plattform erfüllt der Cloud-Dienst so bereits mehrere wichtige Auflagen des BfArM und erspart Anbietern damit zusätzliche, teils technische Arbeitsschritte.

Dies dürfte insbesondere für App-Entwickler und junge Start-Ups interessant sein, die sich noch am Beginn der Entwicklungsphase befinden. Neben der DSGVO- und DiGA-Auflagen, können sie zur Unterstützung außerdem Add-Ons nutzen, wie z.B. eine Software-Bibliothek und Dienste aus einem OpenShift-Ökosystem.

Die Vorteile können sich jedoch auch Betreiber von Medizin-Apps und digitalen Anwendungen, die bereits am Markt etabliert sind, zunutze machen, denn auch bestehende Anwendungen können in die Public Cloud von T-Systems migriert werden.

Während und nach der App-Freigabe steht T-Systems denjenigen, welche über die Healthcare Cloud an deutschen Standorten hosten, mit Beratungsleistungen zur Seite.

Wie T-Systems darüberhinaus mitteilt, laufen drei der zehn aktuell zugelassenen DiGA-Anwendungen bereits über die Healthcare Cloud. Dazu zählen neben der Depressions-App selfapy der Adipositas-Manager aidhere und die Kopfschmerz- und Migräne-App m-sense.

WAS GESAGT WURDE

Henrik Emmert, CEO von aidhere, sagte: „Wir freuen uns, dass wir mit der Telekom einen vertrauensvollen Partner an unserer Seite haben. Mit der Healthcare Cloud hosten wir unsere App auf Rezept sicher, skalierbar und DiGAV-konform.“

Alexander Gerlach, Medizin-Software-Experte bei Telekom Healthcare Solutions, betonte: „Seitdem die Bundesregierung entschieden hat, dass Ärzte Apps wie Medikamente verschreiben können, suchen immer mehr Unternehmen Rat und Unterstützung bei uns für die Entwicklung und den Betrieb der DiGAs.“

Er fügte hinzu: „Wir bieten nicht nur die passgenauen Bestandteile, um digitale Gesundheitsanwendungen zu entwickeln und zu hosten. Zusammen mit unseren Partnern bieten wir darüber hinaus Unterstützung im Rahmen des Zulassungsprozesses an.“

Weitere Informationen zu den Healthcare-Lösungen der Telekom finden Sie HIER

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