Tracking von Patientendaten in öffentlichen Clouds

Die Technologie der ClearData SaaS-Plattform könnte Gesundheitsorganisationen helfen, geschützte Gesundheitsinformationen umfassend und sicher im Rahmen von Kubernetes-Plattformen auf Amazon Web Services, Google Cloud und Microsoft Azure zu verwalten.

ClearData, das sich auf die Unterstützung von Gesundheitsorganisationen bei der Verwaltung von Multi-Cloud-Speicherumgebungen spezialisiert hat, hat eine neue Software-as-a-Service-Plattform namens Locate eingeführt, die auf das Tracking sensibler Gesundheitsdaten in der Cloud ausgelegt ist.

WARUM DIES WICHTIG IST

Die Plattform könnte Gesundheitsorganisationen helfen, geschützte Gesundheitsinformationen (protected health information, kurz PHI) umfassend und sicher zu erfassen und innerhalb von Kubernetes-Plattformen auf Amazon Web Services, Google Cloud und Microsoft Azure zu verwalten, sagt das Unternehmen.

Die Technologie gibt Gesundheitssystemen die Möglichkeit, große Mengen an Patientendaten, die über verschiedene Systeme verteilt sind, genau zu verfolgen. Dadurch erhalten Kostenträger, Anbieter und Organisationen der Biowissenschaften einen besseren Einblick in ihre Daten, um geschützte Gesundheitsinformationen bei der Nutzung von Mikrodiensten zu verfolgen.

Mikrodienste können den Einsatz von Rechnerleistungen effizienter gestalten mit der Option einer schnellen Skalierung nach Bedarf, so dass die Gesundheitssysteme nur für das bezahlen, was sie tatsächlich in der öffentlichen Cloud benötigen.

Die Mikroservices schützen die sensiblen Gesundheitsinformationen außerdem zusätzlich: diese bewegen sich nun nicht mehr in einer einzigen monolithischen Umgebung, sondern vielmehr als Datenpakete in kleinen Ladungen, so dass der Schaden im Ernstfall begrenzt ist.

DER GRÖSSERE TREND

Die Locate-Plattform von ClearData basiert auf der Healthcare Aware Distributed Tracing-Technologie des Unternehmens, die maschinelles Lernen nutzt und Anfang des Jahres auf der HIMSS19 vorgestellt wurde.

Die Bestandsführung von PHI-Inventaren ist nicht nur eine gute Praxis, sondern auch eine Voraussetzung, um die Bürgerrechte zu schützen, wie es beispielsweise die Allgemeine Datenschutzverordnung der EU fordert.

ClearData, IBM, PureStorage und andere positionieren sich in einem sich entwickelnden Umfeld, in dem Anbieter für ihre Daten auf eine Mischung aus öffentlichen und privaten sicheren Clouds angewiesen sind. Im August erhielt ClearData eine neue HITRUST-Zertifizierung für seine Cloud-Sicherheitsangebote.

Während die Kostenträger weiterhin private Clouds bevorzugen, deuten neue Untersuchungen darauf hin, dass viele Unternehmen innerhalb von zwei Jahren vernetzte Gesundheitslösungen in öffentlichen Clouds einsetzen werden.

Die gemeinsame Nutzung von Systemen und Daten, die Schnelligkeit und Flexibilität der Markteinführung und die Verbesserung der Sicherheit sind nur einige der Gründe, warum Kostenträger den Wechsel in die Cloud vornehmen.

Laut einer Umfrage des Forschungsunternehmens IDC aus dem Jahr 2018 wird die private Cloud gegenüber der öffentlichen Cloud sowohl von Kostenträgern als auch von Anbietern bevorzugt. Der Unterschied ist jedoch bescheiden, was darauf hindeutet, dass sich Organisationen des Gesundheitswesens zunehmend mit Optionen der öffentlichen Cloud vertraut machen.

Andere Technologien der dritten Plattform wie Big Data- und Analyselösungen helfen, Erkenntnisse aus Patientendaten, die im gesamten Unternehmen und aus mehreren Kontaktpunkten wie Konsumentenmonitoring und mobilen Geräten aggregiert werden, zu gewinnen.

Die DSGVO-Gesetze beispielsweise geben den EU-Bürgern viele Rechte, einschließlich des Rechts, vergessen zu werden - um die Aufzeichnungen einer Person löschen zu können, muss der Administrator wissen, wo sich ihre PHI befindet.

WAS GESAGT WURDE

„Wir sind einen langen Weg gegangen, da das Gesundheitswesen im Konflikt mit der öffentlichen Cloud stand", sagte Matt Ferrari, Chief Technology Officer bei ClearData, in einer Erklärung. „Die Fähigkeit, sensible Daten auf ihrem Weg von A nach Z zu verfolgen, fehlte jedoch in der Berichterstattung und stellte eine große Schwachstelle für Gesundheitsorganisationen dar."

„Wenn Sie heute routinemäßig Zehntausende von Patientendaten über eine Anwendung verarbeiten, müssten Sie alle diese Patienten über ein vermutetes Sicherheitsleck informieren, obwohl in Wirklichkeit nur 200 Datensätze betroffen sein könnten", erklärte er. „ClearDATA Locate kann das Ergebnis für Gesundheitsorganisationen und Patienten dramatisch verändern."

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Dies ist eine Übersetzung eines Artikels von Nathan Eddy, erschienen auf der englischsprachigen Version von Healthcare IT News.

 

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