Corona-Falldaten in Echtzeit

Österreichs Hauptstadt erprobt ein Epidemie-Management-System mit Hilfe des französischen IT-Dienstleisters Atos.

von
Anna
Engberg

Die Stadt Wien hat das französische IT-Unternehmen Atos mit der Entwicklung und Implementierung eines Epidemie-Management-Systems (EMS) für die österreichische Hauptstadt beauftragt.

Das EMS EpiSYS ist seit Anfang März in Betrieb und soll nun auf weitere Teile Österreichs ausgeweitet werden, teilte der Software-Dienstleister Anfang April in einer Pressemitteilung mit.

DER HINTERGRUND

Die Idee hinter der Bereitstellung eines Epidemie-Management-Systems (EMS) für die Stadt Wien ist, die Ausbreitung von Infektionskrankheiten zukünftig besser kontrollieren und eindämmen zu können.

Ausgehend von der aktuellen Gesundheitskrise wurde dafür Anfang März die digitale Plattform EpiSYS aufgesetzt, welche allgemeine und patientenspezifische Daten im Zusammenhang mit COVID-19 für die zentralen Gesundheitsversorger – Ärzteschaft und Pflegepersonal – in Wien zusammenführt.

Zum Umfang des EMS gehört die Identifikation von Patienten nebst der vollständigen Dateneinsicht und automatischen Dokumentation dieser Fälle – vom ersten Symptom bis zu den bereits geleisteten Maßnahmen, den beteiligten Gesundheitsversorgern und ihrer Kontaktverfolgung. Überdies stellt das EMS die Falldefinitionen und aktuelle Forschungs-Updates zum Virus bereit.

Dem EMS liegt eine von Atos bereits 2015 entwickelte Software zu Grunde, welche für die aktuelle Coronakrise modifiziert wurde. Über die Nutzung innerhalb von Wien hinaus wird die digitale Plattform EpiSYS demnächst weiteren Behörden, Bundesländern und Gemeinden in Österreich zugänglich gemacht, welche die Software anpassen und erweitern können.

Die Stadt Wien ist seit längerem als Digitalisierungshauptstadt Europas im Gespräch und hat als Treiber von digitaler Innovation eine IKT-Strategie erarbeitet, in deren Zuge auch das Impfmanagement-System ImpfSYS von Atos zum Einsatz kommt.

WAS GESAGT WURDE

Der CEO bei Atos Österreich, Johann Martin Schachner, sagte zur Bereitstellung des EMS und den geplanten Ausweitungen: „In dieser herausfordernden Zeit zeigt sich, wie wichtig der Einsatz digitaler Lösungen ist – sei es, um mit Familie und Freunden im Kontakt zu bleiben, den Betrieb von Unternehmen aufrechtzuerhalten oder um jene Menschen zu entlasten, die gerade rund um die Uhr ihr Möglichstes tun, um die COVID-19-Krise zu bewältigen.“

Birgit Fykatas vom Medizinischen Krisenmanagement der Landessanitätsdirektion Wien in der Magistratsabteilung 15, betonte: „Mit EpiSYS verfügen wir über ein effizientes Epidemie-Management, das uns einen präzisen Überblick über die epidemiologische Situation bietet und als Basis für strategische Entscheidungen in der COVID-19-Krise herangezogen wird.“

GUT ZU WISSEN

Die Atos Gruppe ist europäischer Marktführer für Cloud, Cybersecurity und High Performance Computing und bietet ganzheitliche IT-Lösungen u.a. in den Bereichen Orchestrated Hybrid Cloud, Big Data und Digital Workplace.

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