Coronavirus-Prävention könnte in der eigenen Tasche stecken

Von Reisekontrollpunkten bis hin zur Untersuchung zuhause: Smartphone-basierte digitale Gesundheitstools könnten eine Rolle bei der Eindämmung von Ausbrüchen spielen, schreibt der CEO von Binah.ai David Maman.

Bis heute wurden weltweit mehr als 2.400 Tote und 78.000 Krankheitsfälle als Folge des Coronavirus bestätigt. Offiziell unter dem Namen COVID-19 geführt, steigt die Mortalität und Häufigkeit der Krankheit immer noch an. Diese Zahlen werden sogar noch weiter angestiegen sein, wenn Sie diesen Artikel lesen.

In einem Zeitalter, in dem Daten, Technologie und Konnektivität so weit fortgeschritten sind wie nie zuvor, trägt jeder von uns persönliche Verantwortung dafür, das Eintreten einer bekannten Epidemie zu verhindern. Wir leben in einer Zeit, in der Technologie immer zur Hand ist und sich dazu einsetzen lässt, um Notfallszenarien der öffentlichen Gesundheit möglicherweise aufzufangen. Dies versetzt uns alle in die Lage, daran teilzuhaben und die Krankheitslast zu mindern.

Während wir noch immer über COVID-19 lernen, hat die anfängliche Panik Tausende von Menschen gezwungen, sich in Krankenhäuser und in Zentren der Primärversorgung zu begeben, um eine Diagnose zu erhalten. Überfüllte Warteräume, geschlossene oder enge öffentliche Verkehrswege und schlechte Hygiene können das Problem nur noch verschärfen und zur schnellen Verbreitung von COVID-19 oder anderen Krankheiten führen. Und während medizinische Einrichtungen oft aus genau diesem Grund als Hochrisikostandorte bekannt sind, gibt es auch Bedenken in Bezug auf hochfrequentierte Verkehrsflächen und öffentliche Räume wie Flughäfen, Schulen und Einkaufszentren. Es ist unsere Pflicht, alle verfügbaren Instrumente zu nutzen, um uns und einander zu schützen und die Auswirkungen dieser und aller zukünftigen Epidemien so weit wie möglich zu minimieren.

Eine der stärksten Waffen, die wir haben, um die Ausbreitung eines Ausbruchs zu bekämpfen, ist eine, die wir jeden Tag mit uns herumtragen - unsere Smartphones. Da die Gesundheitsanwendungen auf unseren Telefonen zunehmend die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens nutzen, um genaue Echtzeit-Einblicke in eine Vielzahl von Gesundheitsmessungen zu erhalten, haben wir wie nie zuvor die Möglichkeit, Lösungen für die Gesundheitsfürsorge aus der Ferne zu entwickeln.

Patienten, die sich krank fühlen, können per Video einen Termin mit einem Arzt vereinbaren, so dass sie zu Hause bleiben können, solange sie möglicherweise ansteckend sind, anstatt mit anderen Patienten und medizinischem Personal in einer örtlichen Einrichtung zu interagieren. Diese virtuellen Besuche können mit Apps gekoppelt werden, die den Ärzten medizinisch relevante Daten wie Temperatur, Blutdruck, Herzfrequenz, Sauerstoffgehalt, Herzfrequenzvariabilität und sogar das Stress-Niveau zur Verfügung stellen, so dass der Patient bei der Entscheidung, zu Hause zu bleiben, nicht von seiner Diagnose ausgeschlossen wird [Anmerkung: Diese Funktionen sind in Binah.ais BVue-Produkt enthalten]. Dies ist besonders relevant für Viren wie COVID-19, die man leicht an sich zieht durch engen persönlichen Kontakt, durch das Einatmen der gleichen Luft oder durch Berührung derselben Gegenstände.

Während der erste Schritt darin besteht, die Akzeptanz gegenüber Selbsttests von Symptomen zuhause zu fördern, müssen wir noch weiter und längerfristig denken. Stellen Sie sich einen völlig nicht-invasiven, berührungslosen, einminütigen Scan bei der Ankunft aus einem neuen Land auf einem beliebigen Flughafen vor, bei dem die digitale Technologie nach spezifischen Markern einer aktuellen Epidemie scannen kann. Viele Flughäfen in den USA führen bereits biometrische Scans zu Sicherheitszwecken durch, wobei Fingerabdruckscanner und Gesichtserkennungsgeräte eingesetzt werden. Die digitale Gesundheitstechnologie könnte auf ähnliche Weise eingesetzt werden.

Durch die Einführung von Gesundheitsscans auf Flughäfen können verdächtige Marker oder lebenswichtige Organe sofort markiert werden, so dass die Person die erforderliche Behandlung früher erhält, was die Chancen auf eine vollständige Genesung erhöht und gleichzeitig die unwissentliche Verbreitung der Krankheit in einem überfüllten Raum einschränkt. Stellen Sie sich diese Maßnahmen wie Metalldetektoren vor und stellen Sie sicher, dass die versteckte Waffe, die Sie bei sich tragen, kein gefährlicher Virus ist, der anderen schaden könnte. Dadurch können wir nicht nur die Auswirkungen eines Ausbruchs verringern, sondern auch einige der drastischen Taktiken minimieren, die wir heute anwenden, wie z.B. ein Flugverbot für Flugzeuge aus Angst vor möglichen COVID-19-Fällen an Bord, was unter anderem Auswirkungen auf die Gesundheit der Weltwirtschaft hat.

Die Geschichte zeigt uns, dass Epidemien sich weiter entwickeln werden und sich leider in der heutigen Welt aufgrund der Massenbewegungen schneller und weiter ausbreiten. Dies bedeutet, dass wir die Prävention nicht nur in unsere eigenen Hände legen, sondern auch in die Hände von Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Wenn die WHO in Zukunft Zugang zu anonymen Gesundheitsscans erhält, könnte die Verfolgung der von einer Epidemie betroffenen Gebiete weltweit in Echtzeit möglich sein. Dies könnte dann die Möglichkeit bieten, die Ausbreitung dieser Krankheiten besser und schneller zu steuern und damit viel mehr Leben zu retten.

Die digitale Transformation verändert jede Branche unter der Sonne, und das Gesundheitswesen bildet da keine Ausnahme. Auf dem Weg ins Zeitalter der digitalen Technologie finden wir eine Lösung, die nicht nur Krankheiten, sondern auch öffentliche Panik und Wirtschaftskrisen minimiert, die unweigerlich mit einer Gesundheitskrise einhergehen. Auf die richtige Weise implementiert könnte Technologie globale Ängste abmildern, Geschäftsentscheidungen Daten zugrunde legen und, was am wichtigsten ist, Tausende von Leben retten.

##
Dies ist eine Übersetzung eines Artikels von David Maman, erschienen auf der englischsprachigen Version von MobiHealthNews.

David Maman ist CEO und Gründer von
Binah.ai, einem Unternehmen, das eine videobasierte Smartphone-Anwendung zur Überwachung von Vitaldaten mit Hilfe künstlicher Intelligenz entwickelt hat.

Auch für Sie interessant

Your search returned no results.