COVID-19: EU Kommission vernetzt Warn-Apps

Die Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission haben einen Dienst eingerichtet, mit dem nationale COVID-19-Benachrichtigungs- und Warn-Apps miteinander kommunizieren können.

Die Europäische Kommission hat einen Dienst eingerichtet, mit dem nationale Apps miteinander kommunizieren können. So können Benutzer eine Warnung erhalten, wenn sie mit jemandem in Kontakt standen, der angegeben hat, dass er/sie positiv auf COVID-19 getestet wurde. 

Der Dienst wurde von der Mehrheit der Mitgliedstaaten eingeführt und arbeitet nach einem „dezentralen“ System, bei dem die Berechnungen in der App des Benutzers erfolgen. In Kombination mit den Gateway-Services ermöglicht dieses dezentrale System die grenzüberschreitende Verwendung dieser Apps.

Derzeit werden Methoden getestet, um die „zentralisierten“ Systeme einzubeziehen, bei denen die Berechnungen auf einem sicheren Server der nationalen Gesundheitsbehörde stattfinden.

WARUM DIES WICHTIG IST

Die Plattform gewährleistet den Schutz der persönlichen Daten der Nutzer und stellt eine maximale Speicherung für lediglich 14 Tage im Gateway sicher. Zudem verlangt das System, dass die ausgetauschten Informationen pseudonymisiert, verschlüsselt und auf das Wesentliche beschränkt sind.

Der Server wird im eigenen Rechenzentrum der Kommission in Luxemburg gehostet und das Gateway von T-Systems und SAP eingerichtet.  

Als gemeinsame Kontrolleure für den Gateway-Service der Europäischen Föderation legen die teilnehmenden Mitgliedstaaten gemeinsam den Zweck der Verarbeitung personenbezogener Daten über das Gateway der Föderation fest.

Deutschland, Irland und Italien wurden erstmals am 19. Oktober miteinander verbunden, als das System in Betrieb genommen wurde. Im November wurde Lettlands Kontaktnachverfolgungs-App Apturi Covid (Stop Covid) mit dem Interoperabilitätssystem verbunden. Insgesamt 20 Apps basieren auf dezentralen Systemen und können über den Dienst zusammenarbeiten. Die Kommission hat eine Website eingerichtet, auf der die Interoperabilität von Apps zur mobilen Kontaktnachverfolgung in den EU-Mitgliedstaaten angegeben wird.

DER GRÖSSERE KONTEXT

Im Vereinigten Königreich wurden Bedenken darüber geäußert, dass Mitarbeiter von NHS-Test- und Nachverfolgungs-Callcentern ihre privaten E-Mail-Konten zur Verarbeitung der Gesundheitsdaten von Einzelpersonen verwendet hätten.

Laut ähnlichen Neuigkeiten nimmt Frankreich an einem einmonatigen Test eines Impfpasses für Flugreisen teil. Im Rahmen des Programms können Passagiere, die in die französischen Karibikgebiete Martinique und Guadeloupe reisen, die AOKpass-App der Internationalen Handelskammer (ICC) nutzen.

Vor kurzem gab Apple bekannt, dass von Entwicklern der COVID-19-Impfpässe eine Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden verlangt wird, um den Schutz der Gesundheitsdaten der Nutzer zu gewährleisten. 

Bahrain hat im Februar einen digitalen COVID-19-Impfpass eingeführt , um den Immunitätsstatus einer Person durch ein grünes Schutzschild und ein digitales Zertifikat zu bestätigen, und zeigt damit Fortschritt im Kampf gegen das Virus.

WAS GESAGT WURDE

In der Erklärung von ECHAlliance heißt es: „Das Coronavirus hält nicht an Grenzen. Nachverfolgungs- und Warn-Apps können dazu beitragen, die Kette von Coronavirus-Infektionen auf nationaler und grenzüberschreitender Ebene zu durchbrechen. Sie können Leben retten, indem sie die manuelle Rückverfolgung ergänzen. Die meisten Mitgliedstaaten haben eine nationale Kontaktnachverfolgungs- und Warn-App eingeführt, die auf freiwilliger Basis verwendet werden kann.

„Kontaktnachverfolgungs- und Warn-Apps werden lediglich freiwillig verwendet, basierend auf der Bluetooth-Proximity-Technologie. Sie respektieren die Privatsphäre der Nutzer und verfügen über keine Möglichkeit zur Standortverfolgung von Einzelpersonen.“


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Dies ist eine Übersetzung eines englischsprachigen Artikels von Sara Mageit, erschienen auf MobiHealthNews.

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