EU stellt Impfpässe in 17 Ländern aus

Das digitale COVID-Zertifikat der Europäischen Union wird heute, am 1. Juli 2021, offiziell eingeführt.

von
Tammy
Lovell

Die digitalen COVID-Zertifikate der Europäischen Union (European Union Digital COVID Certificates, EUDCC) wurden mittlerweile an Bürger in 17 Ländern ausgegeben.

Der Impfpass (offiziell bekannt als „digitales grünes Zertifikat der EU“) liefert den digitalen Nachweis, ob eine Person gegen COVID-19 geimpft wurde, ein negatives Testergebnis erhalten oder sich vom Virus erholt hat.

Die Mitgliedsstaaten sind verpflichtet, innerhalb von sechs Wochen nach dem 1. Juli, an dem die EU-Verordnung über digitale COVID-Zertifikate in Kraft tritt, mit der Ausstellung der ersten Zertifikate zu beginnen.

Nach Angaben der Europäischen Kommission haben die Mitgliedsstaaten Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Griechenland, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Österreich, Polen, Portugal, Spanien und Italien jeweils mindestens ein Zertifikat ausgestellt und/oder überprüft.

Island ist das einzige Nicht-EU-Mitglied des Schengen-Raums, das mit der Ausstellung des Zertifikats begonnen hat, aber auch Liechtenstein, die Schweiz und Norwegen sind technisch bereit, sich mit dem EUDCC-Gateway zu verbinden. 

Finnland, Ungarn und Malta befinden sich noch in der Testphase der Anbindung an das EUDCC-Gateway, aber die übrigen Mitgliedsstaaten sind technisch ausreichend aufgestellt.

WARUM DIES WICHTIG IST 

Das EUDCC zielt darauf ab, die sichere und freie Bewegung in Europa während der COVID-19-Pandemie zu erleichtern, indem Reisebeschränkungen, wie z. B. die Notwendigkeit einer Quarantäne, für Inhaber des Impfasses aufgehoben werden.

DER HINTERGRUND 

Die technischen Vorbereitungen für das EUDCC wurden am 1. Juni abgeschlossen und die Verordnung wurde am 14. Juni in einer offiziellen Zeremonie unterzeichnet. Diese Verordnung gilt für 12 Monate. 

Mehr als eine Million europäische Bürger hatten laut EU-Justizkommissar Didier Reynders bis zum 9. Juni Zertifikate erhalten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte vergangene Woche, Deutschland habe bereits fünf Millionen Zertifikate ausgestellt. 

In Großbritannien erwägt die Regierung inzwischen eigene Impfpässe für den Einsatz bei Großveranstaltungen.

WAS GESAGT WURDE

Reynders erklärte hierzu: „Mit dem digitalen COVID-Zertifikat der EU können die europäischen Bürgerinnen und Bürger wieder frei und sicher reisen. Es zeugt von Europas technologischer Spitzenposition unter vollständiger Wahrung unserer Werte und Grundsätze – Datenschutz, Inklusion und Verhältnismäßigkeit. Es ist wichtig, dass alle Mitgliedstaaten die nächsten Wochen nutzen, um die Vorbereitungen abzuschließen, damit das System ab dem 1. Juli voll funktionsfähig ist.“

Stella Kyriakides, EU-Kommissarin für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, fügte hinzu: „Das digitale COVID-Zertifikat der EU zeugt von dem Mehrwert elektronischer Gesundheitsdienste für unsere Bürgerinnen und Bürger. Die Mitgliedstaaten sollten unbedingt in den kommenden Wochen ihre nationalen Systeme zur Ausstellung, Speicherung und Prüfung von Zertifikaten fertigstellen, damit das System rechtzeitig zur Ferienzeit funktionsfähig ist. Die EU-Bürgerinnen und -Bürger freuen sich darauf, wieder zu reisen, und möchten dies in aller Sicherheit tun können.“

Die EU-Präsidenten David Sassoli und Ursula von der Leyen sowie Premierminister António Costa erklärten: „Wir können stolz auf diese großartige Leistung sein. Das Europa, das wir alle kennen und das wir alle wieder wollen, ist ein Europa ohne Barrieren. Das EU-Zertifikat wird es den Bürgerinnen und Bürgern erneut ermöglichen, dieses greifbarste und am meisten wertgeschätzte Recht, das Recht auf Freizügigkeit, wahrzunehmen.“


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Dies ist eine Übersetzung eines englischsprachigen Artikels von Tammy Lovell, erschienen auf Healthcare IT News.

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