NHS Trust setzt klinischen Messenger des niederländischen Start-Ups Siilo ein

Europäische Krankenhäuser erkennen zunehmend, wie wichtig der Austausch von Patientendaten über sichere Plattformen ist - so auch in London, wo man jetzt auf den niederländischen Messenger Siilo setzt.

Der NHS Foundation Trust des Universitätskrankenhauses St. George in London hat mit der Einführung der sicheren klinischen Messenger-Lösung Siilo begonnen, mit der Fachkräfte im Gesundheitswesen Patientendaten austauschen können.

Der Krankenhaus-Trust betrachtet die Siilo-Messaging-App nicht nur als eine sichere und einfache Möglichkeit, Informationen über Patienten auszutauschen, sondern möchte damit auch die Verwendung von WhatsApp unterbinden.

Die App, die europaweit von mehr als 150.000 Fachkräften im Gesundheitswesen genutzt wird, wird Beratern, Assistenzärzten, Fachärzten, Fachkrankenpflegern und anderen Mitarbeitern des Krankenhauses zur Verfügung gestellt.

Es ist intuitiv und somit einfach zu bedienen, weshalb das Personal auch nicht in der Verwendung von Siilo geschult werden muss.

WAS IST PASSIERT?

Die Einführung der Technologie wurde von Darren Lui, einem Wirbelsäulen- und Orthopädiefacharzt am St. George Hospital, geleitet.

Er sagte: „Eine sofortige Kommunikation zwischen Fachkräften im Gesundheitswesen ist für die moderne Gesundheitspraxis von entscheidender Bedeutung, um Unterstützung bei der Patientenversorgung, Diagnose und Kommunikation zu bieten. Wir müssen jedoch die praktischen Aspekte des Informationsaustauschs mit der Einhaltung der Grundsätze der DSGVO, der Unternehmensführung und der Caldicott-Grundsätze in Einklang bringen, um die Privatsphäre der Patienten zu schützen.“

In einem Anwendungsbeispiel konnten Ärzte, die einen Traumapatienten untersuchten, damit schnell Bilder an den plastischen Chirurgen senden, der eine sofortige Prognose erstellte und klinische Beratung anbot, woraufhin der Patient noch in derselben Nacht in den Operationssaal gebracht werden konnte.

WARUM DAS WICHTIG IST

Dem Krankenhaus zufolge bietet das System gegenüber vergleichbaren vorhandenen Tools eine bessere Funktionalität darin, wie es den Informationsaustausch zwischen Fachkräften im Gesundheitswesen ermöglicht.

Es erlaubt den Zugriff auf Informationen am Desktop und erlaubt das Teilen großer Bilddaten, die in Abteilungen benötigt werden.

Lui fügte hinzu: „Bevor wir Siilo eingeführt haben, mussten wir oft abstrakt kommunizieren – mit ungenauer Sprache oder manipulierten Bildern, um die Vertraulichkeit der Patientendaten nicht zu verletzen.

Jetzt, da wir sicher sind, dass externe Quellen nicht länger auf die Patienteninformationen zugreifen können, ist die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern hingegen viel präziser – das hat die Art und Weise, wie Teams kommunizieren, grundlegend verändert.“

WAS GESAGT WURDE

Als Traumazentrum der Stufe 1 behandelt seine Abteilung am St. George eine große Anzahl von Patienten, weshalb eine effektive Kommunikation unerlässlich ist.                                                     

„Wir wollten das beibehalten und waren deshalb auf der Suche nach einer Lösung, die einen Ausgleich zwischen Bequemlichkeit, Praktikabilität und Konformität bietet“, fügte er hinzu.

Krankenhäuser werden sich zunehmend der Notwendigkeit bewusst, Patienteninformationen über sichere Plattformen auszutauschen, obwohl eine beträchtliche Anzahl von NHS-Trusts weiterhin WhatsApp als Lösung einsetzt.

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Dies ist eine Übersetzung eines Artikels von Marc Nicholls erschienen auf der englischsprachigen Version von Healthcare IT News.

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