So nutzen Gesundheitssysteme die Vorteile der Cloud für ihre Mitarbeiter

Breiterer Zugriff zu mehr Anwendungen für Mitarbeiter, mehr Rechenleistung und größere Mobilität sind nur einige der Cloud-Vorteile, die Gesundheitsdienstleister nutzen, um ihre Mitarbeiter zu fördern.

Mit der richtigen Strategie im Vorfeld kann die Cloud für Gesundheitsdienstleister ein echter Wendepunkt bei der Förderung ihrer Arbeitskräfte sein – zugleich ist sie jedoch auch keine Patentlösung.

Jede erfolgreiche Strategie hängt von der ständigen Kommunikation mit den Mitarbeitern und der Anpassung des Einsatzes von Cloud-basierten Lösungen ab, bis sie den Anforderungen der Organisation entsprechen.

Ein verbesserter Zugang der Mitarbeiter zu einem breiteren Bereich von Anwendungen, die in Cloud-Ökosystemen gehostet werden, mehr Rechenleistung und eine größere Mobilität stellen dabei nur einige der verfügbaren Möglichkeiten für Gesundheitsdienstleister dar, um ihre Mitarbeiter durch den Wechsel in die Cloud zu fördern.

Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Übergang in die Cloud liege nicht nur darin, über eine nachträgliche Umschulung der Mitarbeiter nach deren Einführung nachzudenken, sagte Dr. Saif Abed, Gründungspartner des Health-IT-Beratungsunternehmens AbedGraham. Vielmehr sei es wichtig, die Mitarbeiter bereits im Vorfeld ab dem Zeitpunkt der Entscheidung für die Umstellung einzubeziehen.

„Beziehen Sie die Führungskräfte der Belegschaft ein, bewerten und vergleichen Sie bestehende Prozesse und beraten Sie sich mit den Mitarbeitern an vorderster Front", sagte er. „Nur dann können Sie sicher sein, dass Sie die optimalen Prozesse entwickelt haben, mit denen die Mitarbeiter nach dem Start des Live-Betriebs arbeiten können."

Die Förderung der Mitarbeiter könne vielfältig aussehen, betonte er, häufig gehe es aber um Chancen und Flexibilität.

„Der Wechsel in die Cloud schafft für Mitarbeiter neue Möglichkeiten, neue Initiativen und Innovationen als verfügbare Mittel zu erschließen, die letztlich dem Unternehmen zu Gute kommen können", erklärte Dr. Abed. „Darüber hinaus kann die Cloud Beweglichkeit und Mobilität freisetzen und bietet den Mitarbeitern mehr Spielraum darin, wie sie ihre Tätigkeiten durchführen, was zu effizienteren Ergebnissen führen kann."

Führungskräfte müssten die Führungsebene aller relevanten Mitarbeitergruppen in der Planungsphase einbeziehen, sagte er und empfahl, diese idealerweise in Form von Entscheidungsgremien einzubinden.

„Nur so kann man sowohl erwartete als auch unerwartete Probleme erkennen und diesen begegnen", erklärte Dr. Abed. „Bedenken hinsichtlich Fähigkeiten, Umschulung, Outsourcing, Sicherheit und mehr können ausgeräumt werden, wenn frühzeitig eine positive, konstruktive Kommunikation hergestellt wird."

CIO: Training ist der Schlüssel

BJ Moore, Executive Vice President und Chief Information Officer von Providence St. Joseph Health, einem der größten US-Gesundheitssysteme, betonte, es sei wichtig, praktische Schulungen für die Mitarbeiter bereits vor einer Cloud-Bereitstellung durchzuführen.

Moore riet, dies mit Hilfe eines „hochqualifizierten und erfahrenen" strategischen Partners während der ersten Einsätze umzusetzen, und in Folge die Verantwortung vom Partner auf das Team zu übertragen, sobald diese Vertrauen und Kompetenz aufgebaut haben.

„Nachdem der Widerstand gegen den Wechsel in die Cloud, den Verlust an Fähigkeiten, die über Jahrzehnte aufgebaut wurden, überwunden ist, stellt man fest, dass Teams die Cloud begrüßen und dazu motiviert sind, weitere marktfähige Fähigkeiten aufzubauen“, berichtete Moore: „Die Cloud bietet die Standardkomponenten wie Speicher und Rechenleistung, so dass sich die Mitarbeiter stärker auf eher wertschöpfende Komponenten konzentrieren können."

Er nannte Sicherheit, System- und Anwendungsarchitektur, Geschäftskontinuität sowie Wiederherstellung und Fehlertoleranz als Bereiche, in denen Cloud-Computing für Dienstleister von großem Nutzen sein könnte.

„Die Belegschaft des Unternehmens wird sich auf dem Weg in die Cloud stark verändern, und es braucht eine Zunahme an Investitionen, um die Mitarbeiter zum Aufbau ihrer Fähigkeiten für die Cloud-Umgebung umzuschulen", sagte Moore.

„Diese Umschulung und Verdoppelung der Investitionen in Menschen, Werkzeuge und Prozesse kann ein einmaliges Ereignis innerhalb von zwei bis drei Jahrzehnten sein - gleichbedeutend mit der letzten großen Welle in den 90er Jahren beim Übergang zum Client oder Server."


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Dies ist eine Übersetzung eines Artikels von Nathan Eddy, erschienen auf der englischsprachigen Version von Healthcare IT News.

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