Digitale Nachsorge fürs Herz

Uniklinik Heidelberg: App „phellow“ begleitet Patienten nach Transplantation

von
Anna
Engberg

Die Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie am Universitätsklinikum Heidelberg testet derzeit mit der App „phellow“ die digital unterstützte Nachsorge bei Patienten nach einer Herztransplantation.

In einer Pressemitteilung teilte das Universitätsklinikum jetzt mit, dass Patienten und Ärzte über die Anwendung schneller kommunizieren und Informationen zum Behandlungsverlauf und Untersuchungsergebnisse effizienter austauschen können.

DER HINTERGRUND

Als erste ihrer Art ist die App phellow in die klinischen IT-Systeme sowie auch in die persönliche Patientenakte (PEPA) des Krankenhauses integriert. Sie ermöglicht Patienten nach einer Herztransplantation die Einsicht von Befunden, Laborwerten und allgemeinen Unterlagen.

Dies ist insbesondere wichtig, weil die Nachsorge bei Herztransplantationspatienten eine regelmäßige Überwachung der Blutwerte für den Medikamentenspiegel bzw. die Gabe von Immunsuppressiva vorsieht. So können Patienten nun beispielsweise die Laborergebnisse von postalisch eingesandten Blutproben nebst der ärztlichen Empfehlung zur Medikation unmittelbar in der App einsehen.

Das Universitätsklinikum Heidelberg setzte bei der Entwicklung der phellow-App auf internationale Standards und Verschlüsselungstechnologien, um den Patientendatenschutz zu gewährleisten. Patienten behalten somit die Kontrolle über ihre medizinischen Daten.

Eine Ausweitung der App auf weitere Kliniken des Uniklinikums ist derzeit in Planung.

WAS GESAGT WURDE

Oberarzt Dr. Michael Kreußer vom Universitätsklinikum Heidelberg sagte zu der neuen Anwendung: „Gerade für Herztransplantationspatienten stellt die App in der Nachsorge eine enorme Erleichterung dar. Die einjährige Erprobungsphase lief sehr positiv. Unsere Patienten kennen sich mit ihrer Erkrankung gut aus, es handelt sich häufig um eher junge Patienten, die einen sehr engen Draht zu unserer Klinik pflegen“.

GUT ZU WISSEN

Das Team der Herztransplantationsambulanz am Universitätsklinikum Heidelberg kooperierte für das Pilotprojekt mit mehreren Partnern wie dem Institut für Cardiomyopathien Heidelberg (ICH) in der klinischen Umsetzung sowie mit der Abteilung für Medizinische Informationssysteme (MIS) und dem Zentrum für Informations- und Medizintechnik (ZIM) für die technologische Realisation.

Die Entwicklung der App zur sicheren, digitalen Kommunikation in der Herztransplantationsnachsorge wurde dabei über einen EXIST Forschungstransfer des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

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