Telemedizinische Rezepte für die Vor-Ort-Apotheke

Die digitale Anbindung an Teleärzte soll den stationären Apothekenhandel stärken. Das hofft Deutschlands größte Apotheken-Warenwirtschaft NOVENTI und hat sich mit Europas Online-Arzt Zava alias DrEd verpartnert. 5000 deutsche Apotheken werden jetzt an die Online-Arztpraxis angeschlossen.

von
Anna
Engberg

Digitale Gesundheitsunternehmen in Deutschland setzen verstärkt auf kooperative Zusammenschlüsse, um die Versorgungskette für Patienten noch effizienter zu gestalten. So hat die telemedizinische Online-Arztpraxis Zava alias DrEd jetzt eine Partnerschaft mit Deutschlands größter Apotheken-Warenwirtschaft NOVENTI geschlossen.

Durch die Kooperation werden rund 5000 stationäre Apotheken in Deutschland über die Apotheken-Plattform callmyApo von NOVENTI an die Online-Arztpraxis von Zava angebunden und können so digitale Rezepte vom Telearzt empfangen und einlösen.

DER HINTERGRUND

In Deutschland und Europa ist die Online-Arztpraxis Zava, ehemals DrEd, Marktführer für Telemedizin. Seit der Gründung von zehn Jahren haben die Teleärzte über drei Millionen zeit- und ortsungebundene Beratungen für deutsche, französische, britische und irische Patienten per Telefon, Internet und Videotelefonie durchgeführt.

Die Beratungen in Deutschland erfolgen derzeit zu rund 30 verschiedenen Indikationen aus der Allgemein- und Reisemedizin, Frauen- und Männergesundheit sowie aus der Inneren Medizin. Werden nach der Diagnose vom Telearzt Medikamente verschrieben, können die Rezepte nun nicht nur an die Online-Apotheke, sondern auch direkt an die lokale Apotheke vor Ort weitergeleitet werden. Bisher konnten telemedizinische Rezepte hierzulande nur im Online-Versandhandel eingelöst werden.

Die Entscheidung darüber, wo das Rezept eingelöst wird, trifft dabei der Patient. Kosten fallen dafür nicht an. Umgekehrt verkürzt sich mit der Einlösung in der Vor-Ort-Apotheke jedoch die Wartezeit auf die Medikamente, notwendige Behandlungen können somit frühzeitiger begonnen werden. Sobald das angeforderte Medikament in der Vor-Ort-Apotheke zur Verfügung steht, wird dies über die Plattform callmyApo direkt gemeldet.

WAS GESAGT WURDE

Zavas Gründer und CEO David Meinertz sagte anlässlich der Entscheidung für die Zusammenarbeit: „Der Patient hat wieder die Wahlfreiheit, wo und wie er sich gesundheitlich versorgt.“ Das Ziel sei es, die medizinische Versorgung in den Lebensalltag der Patienten einzubetten. „Die kombinierte Customer Journey aus Online-Arztbesuch und Vor-Ort-Apotheke ist dabei ein weiterer wichtiger Meilenstein“, betonte Meinertz.

Der Vorstandsvorsitzende bei NOVENTI Dr. Hermann Sommer erklärte: „Durch die Zusammenarbeit mit Zava schließt sich der Kreis: Der Patient wird online vom Arzt beraten und behandelt und kann mit einem Klick entscheiden, an welche Apotheke vor Ort sein Rezept digital übermittelt werden soll, d.h. mit unserer Anbindung bringen wir die Rezepte von den Versandhändlern im Ausland zurück in die Apotheke vor Ort.“ 

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