Ein nationales Krebsregister für Deutschland

Das Bundeskabinett hat sich mit einem Gesetzesentwurf für die digitale Zusammenführung der Krebsregister aus den einzelnen Bundesländern entschieden.

von
Anna
Engberg

Mit dem am 10. Februar 2021 durch das Bundeskabinett beschlossenen „Entwurf eines Gesetzes zur Zusammenführung von Krebsregisterdaten“ sollen die Daten der Krebsregister aus den einzelnen Bundesländern für Gesamtdeutschland digital zusammengeführt werden.

Mit dem nationalen Krebsregister, das im Juli 2021 in Kraft tritt, soll die Versorgung und die Versorgungsforschung für Krebserkrankungen in Deutschland langfristig verbessert werden.

DER HINTERGRUND

Zwar wurden auch bislang von den Krebsregistern der Länder schon Datensätze an das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) beim Robert-Koch-Institut übermittelt, doch enthielten diese weder Angaben zur Therapie noch zum Krankheitsverlauf. Diese Daten werden jetzt ergänzt, um die Gesamtsituation von Krebserkrankungen in Deutschland noch präziser zu erfassen und zu analysieren.

Gleichzeitig sollen die Daten erstmals auch für Forschungszwecke zugänglich gemacht werden. Um den Datenschutz zu gewährleisten, werden die Patientendaten dafür nur anonymisiert weitergegeben.

Aktuell arbeiten das ZfKD, Forschende und die Krebsregister der Länder an einer digitalen Plattform, auf welcher die Krebsregisterdaten, nicht zuletzt mit weiteren Daten wie denen aus den Krebsfrüherkennungsprogrammen, zusammenfließen können. Darüber hinaus wird an interoperablen Prozessen zur Datenerfassung und -auswertung gefeilt.

Geplant ist überdies eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderkrebsregister, teilte das Bundesministerium für Gesundheit in seiner Pressemitteilung mit.

WAS GESAGT WURDE

Mit der Zusammenführung würden die Daten „noch nützlicher für die Behandlung der Patientinnen und Patienten“, sagte der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Diese wollen wir noch besser nutzen, um die Krankheit und ihren Verlauf in allen Ausprägungen besser zu verstehen und so Patientinnen und Patienten besser zu versorgen.“

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