DiGA: So gelingt der Eintritt in den deutschen Markt

Ein neuer Bericht von Research2Guidance zeigt, dass die DiGA-Zulassung allein nicht ausreicht, um die Akzeptanz und den Erfolg von digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) zu garantieren.

von
Tammy
Lovell

Deutschland startet in den kommenden Jahren in eine Ära der digitalen Gesundheit und entwickelt sich damit zu einem bedeutenden Markt für Health-Tech-Lösungen.

Das Analyse- und Beratungsunternehmen für digitale Gesundheit, Research2Guidance (R2G), hat jetzt ein Whitepaper veröffentlicht, in dem die Herausforderungen und Chancen untersucht werden, die sich aus dem neuen DiGA-Schnellzulassungsverfahren in Deutschland ergeben.

Gesetzliche Änderungen im Rahmen des Digitale Versorgung Gesetzes aus dem Jahr 2019 bedeuten, dass zugelassene, CE-zertifizierte Apps von Ärzten verschrieben und von den Krankenkassen erstattet werden können.

Um eine DiGA-Zulassung zu erhalten, müssen Anbieter gegenüber dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nachweisen, dass ihre Apps zur Verbesserung der Patientenversorgung beitragen und bestimmte Kriterien erfüllen.

Der R2G-Bericht belegt jedoch, dass der DiGA-Status allein nicht ausreicht, um auf dem deutschen Markt erfolgreich zu sein, und dass Anbieter zudem eine umfassende Markteintrittsstrategie entwickeln müssen, um die Akzeptanz auszubauen. Das Papier empfiehlt Maßnahmen wie die Bereitstellung qualitativ hochwertiger klinischer Nachweise, die Auswahl von Vertriebskanälen und die Planung der Einbindung von Leistungserbringern.

Ralf Jahns, R2R-Geschäftsführer

Die Zahlen der Marktanalyse von R2G zeigen, dass Apps nach ihrer DiGA-Listung zwar einen unmittelbaren Zuwachs an Downloads verzeichnen, jedoch auch, dass dieses Wachstum mittelfristig nicht von Dauer zu sein scheint.

R2G prognostiziert, dass die direkten Effekte der DiGA-Zulassung für mindestens zwei Jahre durch die Anzahl der von den Aufsichtsbehörden akzeptierten Lösungen und die schleppende Akzeptanz bei den Leistungserbringern im Gesundheitswesen gebremst werden.

WARUM DIES WICHTIG IST

Deutschland ist als größte Volkswirtschaft Europas seit langem ein attraktiver Markt für Start-Ups im Bereich der digitalen Gesundheit weltweit.

Rund 73 Millionen Menschen sind in Deutschlands gesetzlichem Versicherungssystem versichert. Das entspricht 90 Prozent der Bevölkerung. Strenge Vorschriften haben jedoch ausländischen Investitionen und dem Wachstum Grenzen gesetzt.

DER GRÖSSERE KONTEXT

Bisher (Stand: 5. Mai 2021) wurden dem BfARM 68 Lösungen für den DiGA-Status vorgelegt, von denen 12 genehmigt wurden.

Die meisten der zugelassenen Lösungen konzentrieren sich auf die psychische Gesundheit, wie etwa die Deprexis-App zur Behandlung von Depressionen. Nur zwei Anträge wurden bisher abgelehnt, die übrigen befinden sich noch in der Prüfung.
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Um den vollständigen Artikel im englischen Original zu lesen, klicken Sie bitte HIER.


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Dies ist eine Übersetzung eines englischsprachigen Artikels von Tammy Lovell, erschienen auf MobiHealthNews.

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