„KI made in Germany“: Erstmals Digitaler Zwilling auf dem Digital-Gipfel

Der diesjährige Digital-Gipfel drehte sich um das Thema künstliche Intelligenz. Ihr Potenzial für die Medizin wurde in der Gestalt eines Digitalen Zwillings vorgestellt – er könnte zukünftig genutzt werden, Wirkungen einer Therapie auf einen Patienten zu simulieren.

Der von der Bundesregierung veranstaltete Digital-Gipfel, vormals als Nationaler IT-Gipfel bekannt, versteht sich als „zentrale Plattform für die Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft bei der Gestaltung des digitalen Wandels“. Dieses Jahr fand er am 3. und 4. Dezember unter dem Leitsatz „Künstliche Intelligenz – ein Schlüssel für Wachstum und Wohlstand“ in Nürnberg statt.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hob in seiner Begrüßungsrede hervor: „Mit der Querschnittstechnologie KI können wir unser Leben massiv verbessern, sei es bei der Früherkennung von Krankheiten, der Unterstützung bei der Pflege oder beim autonomen Fahren.“ Er betonte, dass seit dem Jahr 2010 fast 250.000 neue Arbeitsplätze in der Informations- und Kommunikationstechnik Branche entstanden seien und der Wettbewerb um Köpfe, Kapital und Daten anhielte. „Deshalb wollen wir Deutschland zu einem führenden Standort bei KI machen und stellen auch mit unserer KI-Strategie bis 2025 rd. 3 Mrd. Euro zur Verfügung, um die Entwicklung anzuschieben“, unterstrich Altmaier. Er fuhr fort: „Mit dem Digital-Gipfel fordern wir die Wirtschaft auf, die Zukunftstechnologie KI in Geschäftsprozesse zu integrieren und wir laden die Gesellschaft ein, offen zu sein und sich KI zu Nutze zu machen. Wir werden „KI made in Germany“ zu einem innovativen und vertrauenswürdigen Qualitätssiegel machen.“

KI zum Anfassen

Und damit der viel gepriesene Nutzen der KI nicht nur ein abstraktes Konstrukt bleibt, gab es in Nürnberg drei Exponate aus den Bereichen Gesundheit, Mobilität und Smart Living zu bestaunen, die unmittelbar veranschaulichten, wie KI unseren Alltag bereichern kann.

Welches Potenzial KI im Gesundheitswesen entfalten kann, präsentierte der Freistaat Bayern gemeinsam mit Siemens Healthineers auf dem Digital-Gipfel in Form eines digitalen Herzens-Zwilling für Patienten, die unter Herzinsuffizienz leiden. Dabei, so betonte Siemens Healthineers, handele es sich bei einem digitalen Zwilling um eine Technologie, die die reale mit der digitalen Welt verbindet. Dazu „bedarf es der Integration von vielfältigen Datenquellen in ein komplexes und interdisziplinäres Modell. Künstliche Intelligenz ermöglicht die automatische Generierung des Digitalen Zwillings durch Modellierung der Anatomie anhand von medizinischen Bilddaten sowie die Modellierung elektrophysiologischer und biomechanischer Daten“, erläutert die Siemens Healtineers. Ein solcher Zwilling ist wie ein Abbild des Versicherten, an dem dann individuelle Gesundheits- und Krankheitsverläufe besser vorhergesagt, Therapien optimiert und erprobt, Risiken minimiert und Therapieergebnisse besser vorhergesagt werden können.

Handelt es sich nicht genau genommen bei einem digitalen Zwilling um die wörtliche Umsetzung des Konzepts der personalisierten Medizin?

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cwm

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