Die Zukunft der Gesundheitswirtschaft

Futurium in Berlin eröffnet: Boehringer Ingelheim hält Impulsvortrag

von
Anna
Engberg

Am ersten September-Wochenende hat in Berlin das Futurium eröffnet. Als „Haus der Zukünfte“ ist der Veranstaltungsort als Forum für Zukunftsthemen aller Branchen konzipiert und wird sich auch intensiv mit der digitalen Transformation des Gesundheitswesens beschäftigen.

Anlässlich der Eröffnung hielt das forschende deutsche Pharma-Unternehmen Boehringer Ingelheim, welches das Futurium als Gesellschafter unterstützt, am 7. September 2019 einen Impulsvortrag zum Thema.

DER HINTERGRUND

In seinem Vortrag „Digitale Transformation – Chancen für die Gesundheit von morgen“ stellte Thomas Reith, IT-Leiter Forschung, Entwicklung und Medizin bei Boehringer Ingelheim, einige der aktuellsten Entwicklungen aus dem Bereich Digital Health und den derzeitigen Stand digitaler Gesundheitslösungen im Futurium vor.

Reith erläuterte u.a. wie mittels Software für digitale Spracherkennung KI-gestützt Sprachmuster erkannt werden können, um Frühwarnungen für Erkrankungen wie Alzheimer und Schizophrenie zu erhalten. Ähnliches sei auch im Bereich der Tiergesundheit durch algorithmisch unterstützte Mikrofon-Überwachung von Geräuschen zur Früherkennung bestimmter Krankheitsbilder denkbar.

Digitale Innovationen im Gesundheitsbereich müssten in Deutschland grundsätzlich stärker ausgebaut werden, forderte die Deutschland-Leiterin Dr. Sabine Nikolaus von Boehringer Ingelheim in einer Pressemitteilung anlässlich der feierlichen Eröffnung des Glasbaus am Spreeufer. Dazu brauche es eine flächendeckende, schnelle Internetversorgung und einen rechtssicheren Weg zur Datenerhebung, betonte die IT-Leiterin.

Weitere Vorträge zu Digital Health hielt u.a. die Bayer AG mit dem Thema der Heilung chronischer Herzkrankheiten.

WAS GESAGT WURDE

„Wir freuen uns, dass mit dem Futurium eine wichtige Plattform für den Dialog zu Zukunftsthemen in Deutschland entsteht und sind überzeugt, dass medizinische Innovationen in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit von Mensch und Tier weltweit beitragen“, sagte Sabine Nikolaus weiter.

„Zukunft geht uns alle an. Deshalb richtet sich das Futurium an die große Breite der Gesellschaft und verhandelt die grundlegende Frage: Wie wollen wir leben? Dazu wollen wir möglichst viele Menschen ermutigen, Zukunft nachhaltig mitzugestalten“, erklärte der Direktor des Futuriums Dr. Stefan Brandt. Bestandteil sei daher neben der Ausstellung mit den drei Denkräumen Mensch, Natur und Technik auch ein Forum für Debatten sowie das Futurium Lab mit Experimentier- und Mitmachangeboten.

Knapp 30.000 Interessierte besuchten während der Eröffnungstage vom 5. bis 8 September 2019 das „Haus der Zukünfte“ und erkundeten das über 3000 qm große Eventgebäude, für welches der Eintritt kostenfrei sein wird. Als besondere Teilnehmer waren u.a. der ESA-Astronaut Alexander Gerst, die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek, der Bundeskanzleramtchef Prof. Dr. Helge Braun und die Klimaforscherin Dr. Stefanie Arndt zu Gast.

GUT ZU WISSEN

Boehringer Ingelheim unterhält derzeit im Forschungsbereich mehr als 150 Kooperationsprojekte zur digitalen Transformation im Gesundheitsbereich, um neue Medikamente und Gesundheitslösungen von der Prävention und Früherkennung bis zur Behandlung zu entwickeln. Im Gesundheitsbereich widmet sich der Pharma-Konzern bislang vor allem Erkrankungen, für die es bislang keine ausreichenden Therapieformen gibt oder für die gegenwärtig lebensverlängernde Maßnahmen entwickelt werden.

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