Gefragt: Gesundheitsakte der TK

Mehr als 200.000 deutsche Versicherte nutzen aktuell das elektronische Angebot

von
Anna
Engberg

Bereits mehr als 200.000 Versicherte nutzen die elektronische Gesundheitsakte der Techniker Krankenkasse (TK). Dies teilte der größte deutsche Versicherungsträger jetzt in einer Pressemitteilung mit.

Über die Akte können Versicherte aktuell bereits Gesundheitsdaten wie Diagnosen und Medikation, Arztbesuche und ihren Impfstatus abfragen. Im jüngsten Update wurde die Gesundheitsakte der TK außerdem um den bundeseinheitlichen Medikationsplan erweitert, der per QR-Code in die Akte übertragen werden kann.

DER HINTERGRUND

Unter dem Label „TK-Safe“ betreibt die TK seit Mai 2019 für ihre Mitglieder offiziell eine elektronische Patientenakte für das eigene Gesundheitsmanagement. Damit erfüllt sie die gesetzliche Anforderung gemäß dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG), wonach deutsche Krankenkassen ab 2021 eine elektronische Akte für ihre Versicherten vorweisen müssen.

Für einen nahtlosen interoperablen Anschluss an die 2021 kommende, bundeseinheitliche elektronische Patientenakte (ePA) hat der gesetzliche Versicherungsträger bereits Vorkehrungen getroffen: „Wir sind bereit für die ePA. Aktuell setzen wir gerade die technischen Anforderungen in TK-Safe um. Parallel bauen wir aber auch TK-Safe ständig weiter aus und stellen neue Features für unsere Versicherten bereit“, sagte Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK.

WAS GESAGT WURDE

„Der Datenaustausch zwischen Patient und Arzt ist eine zentrale Funktion der Akte“, betonte TK-Chef Baas anlässlich der neuen Nutzerzahlen und bemängelte, dass im neuen Referentenentwurf die verpflichtende Anforderung gestrichen wurde, wonach Ärzte die elektronische Patientenakte zukünftig mit Inhalten füllen müssen.

„Ohne Verpflichtung, die ePA mit Daten zu füllen, fehlt ein wesentlicher Baustein für den Erfolg der Akte und der Nutzen der Patientenakte für die Versicherten bleibt aus“, befürchtet er: „Ich sehe die Gefahr, dass die Akte hierdurch auf weniger Akzeptanz stoßen wird.“

DER GRÖSSERE TREND

Seitens der Versicherten scheint das Interesse an einem digitalen Gesundheitsmanagement jedoch weiterhin zu steigen: Bereits ein Viertel der TK-Versicherten loggt sich einmal pro Monat oder öfter in die Patientenakte „TK-Safe“ ein.

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