Gesundheit im Klimawandel

Aktion des World Health Summit in Berlin beleuchtet Folgen für Bürger und Gesundheitsdienstleister

von
Anna
Engberg

Unter dem Motto „Die Klimakrise ist ein medizinischer Notfall“ engagierte sich der World Health Summit heute in einer Aktion vor dem Universitätsklinikum Charité Berlin, um auf die Folgen des Klimawandels für die menschliche Gesundheit und die Gesundheitssysteme aufmerksam zu machen.

Es handelte sich bereits um die dritte Demonstration dieser Art gegen den Klimawandel. Weitere Unterstützer der gemeinschaftlichen Kampagne waren die Aktionsplattform Health for Future, Medizinstudierende, die deutsche Allianz für Klimawandel und Gesundheit sowie der deutsche Arzt und Kabarettist Eckhart von Hirschhausen.

Die Aktion fand im Vorfeld des World Health Summit statt, der demnächst vom 27. bis 29. Oktober 2019 in Berlin ausgerichtet wird. Der jährliche Weltgesundheitsgipfel ist seit 2009 eine der international wichtigsten Konferenzen für weltweit relevante Gesundheitsfragen.

DER HINTERGRUND

Der Klimawandel gefährdet die Erfolge der globalen Gesundheit, sind sich Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft sicher und stellten dies auch so in den Fokus der heutigen Aktionskampagne des World Health Summit.

Die weitreichenden Folgen des Klimawandels auf die Gesundheit der Bürger und die Gesundheitssysteme werden uns zukünftig zunehmend beschäftigen, meinten die Sprecher: so führt beispielsweise die Erderwärmung zur Intensivierung von Allergien und Expositionszeiten, aber auch zur stärkeren Verbreitung von übertragbaren Krankheiten wie Malaria und Dengue Fieber. Hitze und Luftverschmutzung durch Feinstaub stellen bereits jetzt ein erhebliches Risiko in vielen Ländern dar, das zur Verkürzung der erwarteten Lebenszeit führt.

Zahlreiche Gesundheitsprobleme wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma, Atemwegs- und Lungenerkrankungen können mit der Luftverschmutzung in Verbindung gebracht werden. Weitere klimabedingte Gesundheitsrisiken sind die Ressourcengefährdung durch systematische Zerstörung und Mangel derselben, aber auch politische Konflikte, Flucht und Vertreibung. Damit stehe die Gesundheit aller, insbesondere aber der schwächsten unserer Gesellschaft auf dem Spiel, so das Credo.

Gleichzeitig machten die Klima-Aktivisten jedoch auch auf zukünftige Möglichkeiten zu Gunsten einer verbesserten globalen Gesundheit aufmerksam: Klimaschutzmaßnahmen für saubere Luft und autofreie Städte, Initiativen zum Aufbau von Natur und Grünflächen, zum reduzierten Fleischkonsum sowie die Förderung von Bewegung seien sinnvolle Ansätze.

WAS GESAGT WURDE

„Gesunde Menschen kann es nur auf einem gesunden Planeten geben“, sagte Dr. Detlev Ganten, Präsident des World Health Summit und ergänzte: „Der Klimawandel zerstört die Lebensgrundlagen der Menschen und damit auch die Gesundheit.“ Schon jetzt seien Wetterkatastrophen, Dürre und Hitze deutliche Anzeichen für die Auswirkungen.

„Ärzte sind dazu da, Leben zu schützen, auf Gesundheitsgefahren hinzuweisen und wenn es sein muss, schlechte Nachrichten zu übermitteln“, erklärte der Mitinitiator Eckart von Hirschhausen. Mit der Kampagne wolle man das Bewusstsein dafür erhöhen, dass die Lebensgrundlagen der Menschen auf der Erde bald für immer zerstört seien.

GUT ZU WISSEN

Zum Weltgesundheitsgipfel 2019, der dieses Jahr u.a. den Klimawandel in den Fokus rückt und sich darüber hinaus auch mit der Digitalisierung der Gesundheitsversorgung befasst, werden etwa 2.500 Teilnehmer aus 100 Nationen, 300 Sprecher und 10 Minister und der WHO-Chef erwartet.

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