Google testet erneut Software für Patientenakten

Der Software-Titan befragt Nutzer nach ihrer Meinung dazu, wie sie mit ihren eigenen medizinischen Daten interagieren möchten, heißt es in einem Bericht.

Berichten zufolge macht Google Fortschritte bei der Erstellung eines Tools für Patientenakten.  

Laut Erin Brodwin von STAT befragt das Unternehmen Patienten nach ihrer Meinung, wie sie auf ihre eigenen Krankenakten zugreifen möchten – möglicherweise, um die Gestaltung der Nutzererfahrung bei der  Software zu optimieren.   

„Google führt ein Nutzer-Feedback-Programm durch, um Funktionen zu testen, mit denen Nutzer Gesundheitsinformationen aus den Patientenportalen ihrer Anbieter sammeln, organisieren, suchen und auf private und sichere Weise an vertrauenswürdige Personen weitergeben können“, kommentierte ein Google-Sprecher auf eine Anfrage von Healthcare IT News.   

WARUM DIES WICHTIG IST  

Die Maßnahmen folgen der Umsetzung der am 5. April in den USA offiziell in Kraft getretenen nationalen Vorschriften zur Sperrung von Informationen, die den Patienten einen leichteren Zugang zu ihren Krankenakten ermöglichen sollen.   

Wie Brodwin feststellt, könnte dies möglicherweise neue Möglichkeiten für weitere Tools eröffnen, mit denen Benutzer ihre Gesundheitsdaten kontrollieren können.

Derzeit rekrutiert Google für seine Studie Berichten zufolge etwa 300 Android-Nutzer aus Gesundheitssystemen in Atlanta, Chicago und der San Francisco Bay Area, die Epic benutzen. Das Unternehmen verwendet verfügbare APIs, um den Teilnehmern die Verbindung zu Informationen in Anbieterportalen zu erleichtern.

Die Studie ist nicht mit ihren klinischen oder Gesundheitsforschungsinitiativen verbunden und ist derzeit kein offenes Programm. Das Unternehmen erwägt derzeit keine Tests oder die Verwendung außerhalb der USA.

Laut Google werden die Gesundheitsinformationen nicht für Werbezwecke verwendet.  

DER ALLGEMEINE TREND

Ein Jahrzehnt ist vergangen, seit der in Mountain View, Kalifornien, ansässige Technologieriese seine erste persönliche Gesundheitsakte, Google Health, eingestellt hat (nicht zu verwechseln mit der Google-Health-Branche in ihrer aktuellen Version).  

Wie wir damals berichteten, konnte sich der Versuch nicht durchsetzen. Nutzer in jenen frühen Tagen waren offenbar nicht daran interessiert, persönliche Gesundheits- und Wellnessinformationen in ihr tägliches Leben einzubeziehen.  

Auch in den letzten Jahren waren persönliche Gesundheitsakten und Patientenportale oftmals weiterhin schwierig an den Nutzer zu bringen (wie Microsoft als weiterer Consumer-Tech-Titan mit seiner HealthVault-Software feststellte).  

Google setzt jedoch darauf, dass die breite Verfügbarkeit von Wearables und anderen Möglichkeiten für patientengenerierte Daten nunmehr einen fruchtbareren Markt für die Investition der Nutzer in ihre eigenen Gesundheitsdaten bedeuten könnte.   

Darüber hinaus verfügt Googles Konkurrent Apple über eine eigene App für Datensätze, in der eGA-Daten mit von Patienten generierten Informationen gebündelt werden. Diese App wurde 2018 eingeführt. Das Feature wurde im Oktober des vergangenen Jahres international verfügbar gemacht.

Im Jahr 2019 stellte Google sein eGA-anhängiges klinisches Dokumentationstool vor, mit dem Ärzten die Suche nach einer Vielzahl von Metriken und Notizen in Patientendiagrammen erleichtert werden soll.

WAS GESAGT WURDE

„Wir wissen, dass Menschen, die Zugang zu Informationen über ihre Gesundheit haben und diese verstehen, bessere Entscheidungen treffen und bessere gesundheitliche Ergebnisse erzielen können“, sagte der Google-Sprecher.

„Dieses Feedback-Programm wird uns dabei helfen zu lernen, wie diese Art von Informationen Menschen befähigen und ihnen helfen kann, die Kontrolle über ihre Gesundheit zu übernehmen“, fügten sie hinzu.
 

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Dies ist eine Übersetzung eines englischsprachigen Artikels von Kat Jercich, erschienen auf Healthcare IT News.

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