Philips soll Klinikum Stuttgart technologisch voranbringen

Der Konzern für Gesundheitstechnologie geht mit dem Klinikum eine erfolgsbasierte Innovationspartnerschaft ein

von
Anna
Engberg

Das Klinikum Stuttgart und das Gesundheitstechnologie-Unternehmen Philips haben eine auf 10 Jahre angelegte Innovationspartnerschaft bekannt gegeben, in deren Rahmen Investitionen in neue Gebäude und Ausstattung mit modernster Medizintechnik getätigt werden.

Neben dem Neubau des Katharinenhospitals am Standort Mitte werden Intensivmedizin und Radiologie, interventionelle Neuroradiologie und endovaskuläre Chirurgie technologisch auf den neuesten Stand gebracht und bis Ende 2020 fertiggestellt.

Neue Expertise zu künstlicher Intelligenz (KI) bringt u.a. ein Start-Up im Health Innovation Port (HIP) des Philips Campus Hamburg mit ein.

DER HINTERGRUND

Insgesamt 750 Millionen Euro fließen in die Umstrukturierung des Klinikums. Das soll die Behandlungsqualität wie auch die Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Patientenversorgung steigern, hofft man in Stuttgart.

Im Fokus der Neuerungen steht die Prozessoptimierung und -standardisierung, um Fehlerquellen zu reduzieren und digitale Potenziale voll auszuschöpfen.

Über die zehnjährige Laufzeit der Innovationspartnerschaft hinweg sollen die Investitionen und Kaufentscheidungen flexibel nach Bedarf geplant und angepasst werden. Damit unterscheidet sich die Innovationspartnerschaft signifikant vom bisherigem, klassischen Modell der Beziehung zwischen dem Krankenhaus als Kunde und dem Hersteller als Lieferant, denn die Innovationen und digitalen Lösungen werden gemeinsam evaluiert und integriert.

WAS GESAGT WURDE

„Wir stehen über ein erfolgsbasiertes Modell für die Ergebnisse ein“, betonte Peter Vullinghs, Geschäftsführer bei Philips DACH anlässlich der auf maximale Flexibilität angelegten Partnerschaft: „Als Innovationspartner werden wir gemeinsam mit dem Klinikum Stuttgart Optimierungsprojekte vorantreiben. Die Grundlage sind die Erhebung, Analyse und transparente Darstellung der relevanten Parameter und ein kontinuierliches Projektmanagement vor Ort.“

Dr. Alexander Hewer, Kaufmännischer Vorstand des Klinikums Stuttgart, hält die Innovationspartnerschaft für einen wichtigen Schritt, um die Behandlungsqualität und Effizienz zu steigern: „Als größter Maximalversorger in Baden-Württemberg wachsen wir bereits heute gegen den Trend. Technische Innovationen und Prozessverbesserungen aus der Partnerschaft mit Philips sollen unsere Attraktivität für Patienten und Mitarbeiter weiter erhöhen“, erklärte er.

GUT ZU WISSEN

Das Klinikum Stuttgart versorgt jährlich rund 700.000 Patienten an drei Standorten in Stuttgart und der Region Mittlerer Neckar. Als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Tübingen liegt ein Schwerpunkt zudem auf modernster Diagnostik und Therapie auf Basis wissenschaftlicher Forschung.

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