Westeuropa: Markt für Medizinprodukte erholt sich nach COVID

Ein neuer Bericht zeigt: Die Wachstumschancen in der mobilen und häuslichen Gesundheitsversorgung sowie für moderne Technologien steigen und werden insbesondere RASD, kardiovaskulären und orthopädischen Geräten zu Gute kommen.

Laut einem aktuellen Bericht von Frost & Sullivan, der Partnerschaftsgesellschaft für internationales Wachstum, ist der Medizinproduktemarkt in Westeuropa auf dem besten Weg, sich bis 2023 von der COVID-19-Pandemie zu erholen.

Der Bericht mit dem Titel „Auswirkungen von COVID-19 auf Wahlverfahren in Westeuropa, 2020–2023“ prognostiziert, dass der Markt für optionale Medizinprodukte für Wahlverfahren bis 2023 16,8 Mrd. US-Dollar (13,76 Mrd. Euro) erreichen wird, mit einer jährlichen Wachstumsrate von 29,2 Prozent.

WARUM DIES WICHTIG IST

Aufgrund von COVID-19 ging der Markt für optionale Medizinprodukte für Wahlbehandlungen gegenüber den Prä-COVID-Prognosen für 2020 um 45,5 Prozent zurück. Die Einschränkungen und Herausforderungen der Pandemie haben die Hersteller von Medizinprodukten jedoch gezwungen, umzudenken und Wachstumschancen in der Branche zu schaffen.

„Die Pandemie hat zu einer neuen Wettbewerbswelle von Start-Ups und digitalen Geschäftsmodellen geführt, die die gängigen Konventionen der Vergangenheit in Frage stellen und etablierte Branchen dazu zwingen, ihre Wettbewerbsposition zu überdenken“, sagte der Autor des Berichts, Bejoy Daniel, gegenüber MobiHealthNews.

Zu diesen Wachstumschancen gehören:

  • Konnektivitätsorientierte und interoperable Lösungen für ein agiles Gesundheitswesen
  • Datengesteuerte automatisierte Schulungen für die Präzisionschirurgie
  • Kontinuierlicher Anstieg häuslicher Gesundheitsdienste
  • Zusammenarbeit und Übergang zu neuen Technologien wie dem 3D-Druck
  • Kompatibilität von Gesundheitsdienstleistungen durch offene Architektur

Diese Veränderungen werden voraussichtlich insbesondere kardiovaskuläre, orthopädische und robotergestützte chirurgische Geräte betreffen. Minimal-invasive und robotische Verfahren sollen den Nachholbedarf für Behandlungen effektiv entlasten und für die Fernschulung werden virtuelle und Mixed-Reality-Technologien eingesetzt.

Daniel fuhr fort: „Managed-Care-Anbieter werden mehr finanzielle Verantwortung für die Patientenergebnisse übernehmen, da sie beschlossen haben, mehr Kontrolle über das gesamte Bereitstellungssystem zu haben. Eine stärkere Verlagerung der Kosten von den Kostenträgern zu den Anbietern hat dazu geführt, dass sich Anbieter auf die Optimierung von Arbeitsabläufen, die Kostensenkung, die Strukturierung eines qualitätsorientierten Bezugs von den Lieferanten und gemeinsame Sparpartnerschaften mit den Kostenträgern konzentrieren.“

Daniel zog das Fazit: „Krankenhäuser werden nach Effizienzlösungen suchen und daher werden die Gesundheitssysteme darauf abzielen, sowohl klinisch als auch operativ effizienter zu werden, um sicherzustellen, dass sie den Nachholbedarf in den OPs bewältigen.“

DER ALLGEMEINE TREND

Einige dieser Veränderungen sind bereits in Aktion zu sehen. In Großbritannien hat beispielsweise das Londoner Royal Free Hospital Abbott Ultreon 1.0 eingeführt, eine KI-Software, die Kardiologen bei koronaren Stentverfahren unterstützt.

Auch in Großbritannien gibt es mit der Einführung des Gesundheits- und Pflegegesetzes (Health and Care Bill) einen Vorstoß in Richtung eines stärker integrierten Gesundheitssystems. Die Bedeutung digital vernetzter integrierter Versorgungssysteme und -initiativen war auch ein zentrales Thema bei #HIMSS21Europe.

Frost & Sullivan haben kürzlich zwei separate Studien veröffentlicht: eine zum globalen Femtech-Markt und eine weitere zu den Auswirkungen von COVID-19 auf den europäischen Telegesundheitsmarkt.


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Dies ist eine Übersetzung eines englischsprachigen Artikels von Sophie Porter, erschienen auf MobiHealthNews.

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