Aufwind für Online-Terminvergabe & Co.

Doctolib Studie bestätigt wachsende Akzeptanz digitaler Services in Deutschland, zeigt aber Informationsdefizit auf.

von
Anna
Engberg

Eine neue Studie von Doctolib weist nach, dass digitale Gesundheitsservices wie Videosprechstunden und Online-Terminvereinbarungen in Deutschland zunehmend akzeptiert sind und von der Bevölkerung auch genutzt werden.

Insbesondere die Generation der über 65-Jährigen ist angesichts der Corona-Pandemie mit dem neuen digitalen Angebot im Gesundheitswesen zufrieden. Gleichzeitig verwies die Studie auch auf die weiterhin bestehende, öffentliche Verunsicherung über bereits vorhandene virtuelle Möglichkeiten für die eigene Gesundheitsfürsorge.

DER HINTERGRUND

Die Studie, die von dem deutsch-französischen Digital Health Start-Up Doctolib in Auftrag gegeben und vom Marktforschungsunternehmen appinio durchgeführt wurde, befragte 1026 Deutsche im Alter zwischen 18 und 75 Jahren. Mit 67 Prozent gaben mehr als zwei Drittel an, den Mehrwert digitaler Gesundheitsangebote durch die COVID-19-Gesundheitskrise erkannt zu haben.

In der Altersgruppe der 65- bis 75-Jährigen bestätigten sogar 75 Prozent, vom Nutzen digitaler Dienste wie Videosprechstunden und Online-Terminvereinbarungen überzeugt zu sein. Weitere 55 Prozent aller Teilnehmer hielten die Corona-Krise für einen wichtigen Grund, digitalen Gesundheitsservices gegenüber aufgeschlossener geworden zu sein.

Gleichzeitig zeigte die Studie jedoch auch auf, dass es deutliche Wissenslücken im Bereich der digitalen Gesundheitsversorgung in der deutschen Bevölkerung gibt: so wusste mit 51 Prozent lediglich die Hälfte der Teilnehmer von der Option, Arzttermine online zu vereinbaren und mit 55 Prozent nur etwas mehr als die Hälfte von der Möglichkeit der Videosprechstunde. Wenig bekannt war den Studienteilnehmern mit 56 Prozent auch der kassenärztliche, telefonische Bereitschaftsdienst und mit 61 Prozent die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung während der Pandemie.

WAS GESAGT WURDE

Dem Geschäftsführer von Doctolib Deutschland, Ilias Tsimpoulis, zufolge ist der Bedarf an digitalen Gesundheitsanwendungen durch die Corona-Pandemie noch einmal enorm gestiegen. Er sagte: „Die Befragung zeigt, dass noch viel Aufklärungsarbeit erforderlich ist. Wir müssen also noch mehr über den Tellerrand blicken, um die Menschen zu erreichen.“

Alle Akteure im Gesundheitssystem, die Politik, Anbieter, Versicherer und medizinische Fachleute müssten jetzt gemeinsam dafür sorgen, Patienten über digitale Anwendungen und ihre Möglichkeiten aufzuklären, betonte er: „Denn jeder Patient in Deutschland sollte wissen, welche Innovationen und digitalen Hilfsmittel er für seine eigene Gesundheit in Anspruch nehmen kann - und zu welchen Konditionen.”

GUT ZU WISSEN

Das Unternehmen Doctolib ist seit 2013 in Frankreich aktiv und dort Marktführer, seit 2016 ist Doctolib mit seinem Angebot auch in Deutschland vertreten.

Der Anbieter hat sich mit einer einfach zu nutzenden Software-Lösung für Ärzte und Patienten am Gesundheitsmarkt etabliert: über die Plattform des Start-Ups kann z.B. die Terminvergabe online abgewickelt werden. Deutsche Patienten können über die Online-Plattform und die Doctolib App seit 2019 außerdem Videosprechstunden vereinbaren und verwalten.

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