Standardisierte Kommunikation

Mit KIM, dem Kommunikationsstandard im Medizinwesen, wird der sichere Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Gesundheitsdienstleistern ermöglicht. Jetzt führt AKQUINET als KIM-Anbieter den Standard bei der Techniker Krankenkasse (TK) ein.

von
Anna
Engberg

Ärzte, Apotheken und Kliniken, aber auch Zahnärzte und Physiotherapie-Praxen in Deutschland können schon bald den neuen Kommunikationsstandard im Medizinwesen (KIM) nutzen. Die Techniker Krankenkasse (TK) als größte deutsche Krankenkasse wird dazu einen entscheidenden Beitrag leisten.

Dies teilte das IT-Unternehmen Ende Juni in einer Pressemitteilung mit.

DER HINTERGRUND

Mit KIM führt das deutsche Gesundheitswesen einen Standard für den sicheren Informationsaustausch zwischen den medizinischen Leistungserbringer ein. Unter anderem können über den Kommunikationsstandard elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (eAU) versandt werden.

Nun hat sich die TK in einem Auswahlverfahren mit unterschiedlichen KIM-Anbietern für AKQUINET als technischen Partner entschieden. Das Unternehmen besitzt sichere und hochverfügbare Rechenzentren in Deutschland und bietet der TK nach eigener Aussage „die optimale Grundlage“, um die neue gesetzliche Anforderung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) zu erfüllen.

Das TSVG sieht u.a. vor, dass ab Oktober 2021 die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von den Behandlern digital an die Kostenträger übermittelt werden sollen.

Der TK-Verantwortliche Jörg Nieslony erklärte zur KIM-Einführung bei der Techniker Krankenkasse: „Für uns zählen Performance und Skalierbarkeit bei der Kommunikation über KIM, denn wir werden täglich bis zu 60.000 eAU über das System abrufen. Über KIM wird ein weiterer Kanal zwischen den Leistungserbringern und unserer Kasse etabliert, der den Austausch von Sozialdaten auf sicherem Niveau garantiert. Unsere Versicherten werden von den schnellen und flüssigen Informationsprozessen profitieren.“

Die Anbindung beinhaltet auch den Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI), für die statt Hardware nur gemietete Konnektoren erforderlich sind.

WAS GESAGT WURDE

Der Geschäftsführer von AKQUINET health service, Dirk Aagaard, sagte: „Unser Ansatz ist, den Einrichtungen möglichst viel Arbeit abzunehmen und für dauerhaft sichere und stabile Prozesse zu sorgen, ohne dass sich die Leistungserbringer und Kassen damit beschäftigen müssen.

Mit der Telematikinfrastruktur und darauf aufbauend KIM haben wir eine neue Ära der sicheren und schnellen Kommunikation im Gesundheitswesen eingeläutet, bei der alle gewinnen: Ärzte, Kliniken, Kassen und besonders die Patienten“, fügte er hinzu.

GUT ZU WISSEN

Nach der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat sich damit nun Deutschlands größte Krankenversicherung für den KIM-Anbieter AKQUINET aus Hamburg entschieden. Die KBV nutzt den Dienst bereits seit Dezember 2020, seit dem AKQUINET auch seitens der gematik als zweiter KIM-Anbieter zugelassen wurde.

Weitere Informationen finden Sie HIER

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