Novartis vergibt Digitalen Gesundheitspreis 2020

Der Pharma-Riese sucht mittels Ausschreibung nach innovativen Health-IT Projekten - von Big Data bis Patient Journey

von
Anna
Engberg

Der Digitale Gesundheitspreis (DGB) von Novartis geht in die dritte Runde. Das kündigte das Pharmaunternehmen Ende September in einer Pressemitteilung mit.

Die Bewerbungsfrist für den DGP 2020 läuft vom 1. Oktober bis zum 30. November 2019. Bewerben können sich bundesweit alle Innovatoren, Gründer und Start-Ups, Unikliniken, Forscher sowie Forschungseinrichtungen im Gesundheitswesen mit Projekten, welche nachhaltige digitale Lösungen und smarte Technologien entwickeln. Auf seiner Website hat Novartis die aktuellen Teilnahmebedingungen veröffentlicht.

Der Digitale Gesundheitspreis ist mit insgesamt 50.000 Euro Preisgeld dotiert und wird an drei unterschiedliche Projekte vergeben.

DER HINTERGRUND

Als Schwerpunktthemen für den DGP 2020 hat Novartis die Trendthemen Big Data, Female Founders, Patient Journey und Digital Therapeutics benannt. Damit wird gezielt auf aktuell im Gesundheitswesen relevante und dringliche Fragestellungen fokussiert.

Im Vorjahr setzte das Pharmaunternehmen für den DGP die Schwerpunktthemen Künstliche Intelligenz, Big Data, Adhärenz und digitale Versorgungs- und Vernetzungskonzepte. Den ersten Platz belegte 2019 mit „VSI“ (Virtual Surgery Intelligence“ ein Projekt zur bildgebenden Diagnostik von apoQlar. Die weiteren Preisgelder erhielten eyeTrax für sein VR-gestütztes Untersuchungsverfahren zur augenmedizinischen Diagnostik und neotiv für digitale Lösungen zur Früherkennung und Verlaufskontrolle von Gedächtnisproblemen.

WAS GESAGT WURDE

„Wir sind gespannt, welche inspirierenden Ideen wir in diesem Jahr kennenlernen dürfen, und freuen uns darauf, die von unserer hochkarätigen Jury ausgewählten Projekte zu fördern, finanziell zu unterstützen und mit unserer Initiative zur Marktreife zu entwickeln“ betonte Dr. Stephan Eder, Deutschlandchef von Sandoz und Sprecher des Hexal-Vorstands. 

„Digitalisierung im Gesundheitssystem braucht Mut und gute Ideen. Nur so kommt die Veränderung auch bei den Menschen an. Die elektronische Patientenakte, die elektronische AU und das E-Rezept sind gute Beispiele, wie man die Versorgung in Deutschland besser machen kann“, sagte GDP Jury-Mitglied Tim Steimle, Fachbereichsleiter Arzneimittel bei der Techniker Krankenkasse (TK) anlässlich der Ausschreibung.

Auch Prof. Dr. Thomas Kahlisch, Direktor der Deutschen Zentralbücherei für Blinde (DZB), freut sich über die Mitarbeit in der Jury des DGP: „Besonders am Herzen liegt mir, dass alle Menschen von den neuen Entwicklungen profitieren können: u.a. durch universelles Design und barrierefreie Gestaltung der neuen digitalen Anwendungen.“

Jury-Mitglied Prof. Dr. Andreas Beivers, Dozent und Studiendekan für Gesundheitsökonomie an der Hochschule Fresenius, sieht im DGP das Potenzial, der treibenden Knappheit im zukünftigen Gesundheitswesen zu begegnen: „Innovative, digitale Lösungen können helfen, den Mangel an medizinischem und pflegerischem Fachpersonal zur Versorgung der Patienten ein großes Stück zu reduzieren – zum Wohle von uns Allen.“

GUT ZU WISSEN

Erstmals hat Novartis in Zusammenarbeit mit Sandoz Deutschland/Hexal den Digitalen Gesundheitspreis (DGB) 2018 an drei Finalisten aus über 80 Bewerbungen vergeben mit der Zielsetzung, die Gesundheitsversorgung in Deutschland durch smarte Lösungen und innovative Technologien zu verbessern.

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