Deutscher Pharma-Riese Bayer bündelt Digital Health Start-Up Kooperationen alias G4A

Seit 2013 unterstützt Bayer Digital Health Initiativen im Gesundheitsmarkt – ab April soll es neue Finanzierungsmöglichkeiten geben

von
Anna
Engberg

Unter dem Label „G4A“ fördert das deutsche Pharma-Unternehmen Bayer schon seit 2013 junge Start-Ups aus der Digital Health Branche. Die G4A Förderprogramme werden jetzt zusammengefasst, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Damit weiten sich die Möglichkeiten der Finanzierung für junge Health-IT Unternehmer im Rahmen der G4A Partnerschaften aus.

WORUM ES GEHT

Als globales Life-Science-Unternehmen will Bayer den Herausforderungen durch eine wachsende, alternde Gesellschaft begegnen und hat im Rahmen der G4A Partnerschaften (ehemals „Grants4Apps“) bis heute bereits 149 Digital-Health-Unternehmen gefördert.

Seit Anfang April kommuniziert Bayer nun sogenannte „Business Challenges“. Statt wie bisher für die drei Einzelförderprogramme „Accelerator“, „Dealmaker“ und „Generator“ müssen sich die Anwärter auf eine G4A Förderung damit jetzt nur noch für eine einzige Fördermöglichkeit bewerben, indem sie Lösungsvorschläge auf die gestellte „Business Challenge“ präsentieren. Zusätzlich müssen die Bewerber ein Visions- und Motivationsschreiben („Letter of Intent“) einreichen.

Der Finanzierungsspielraum im Rahmen der G4A Partnerschaften richtet sich dabei nach dem Entwicklungsstand des Start-Ups aus dem Gesundheitsmarkt. Eine Anschubfinanzierung von 50.000 bis zu 100.000 Euro ist vorgesehen und wird bei Zielerreichung durch Zusatzmittel aufgestockt.

DER GRÖSSERE TREND

Mit seinen G4A Förderprogrammen zielt Bayer darauf ab, neue Technologien sowie Geschäftsmodelle und Trends am Markt schneller zu identifizieren. Zu den aktuellen Förderbereichen gehören u.a. künstliche Intelligenz (KI) zur Medikamentenentwicklung, digitale Therapieformen, Frauengesundheit, digitale Spracherkennung, Plattformen zur Förderung des Engagements von Patienten sowie Health-IT Innovationen aus medizinischen Fachbereichen wie Kardiologie, Dermatologie, Onkologie oder Neurotechnologie.

Aus den bisher erfolgreich umgesetzten Förderungen in 12 Ländern sind inzwischen knapp 30 direkte Kooperationen von Digital-Health-Start-Ups mit dem Pharma-Riesen hervorgegangen, darunter xbird, Turbine, Agamon und KinAptic.

WAS GESAGT WURDE

„Die Digital-Health-Branche hat sich im Laufe der Jahre enorm entwickelt und es gibt inzwischen sehr reife Start-ups, die die gesamte Wertschöpfungskette abdecken“, sagte Eugene Borukhovich, Bereichsleiter für Digital Health bei Bayer. Für diese Unternehmer wolle Bayer die Prozesse vereinfachen, um innovative Lösungen schneller skalieren zu können.

„Langfristige Zusammenarbeit mit Digital-Health-Unternehmen, welche dieselbe Leidenschaft und Vision teilen wie wir, ist der beste Weg, um neue Gesundheitslösungen zu entwickeln, die unsere Erfahrung von Gesundheit verändern“, betonte Dr. Zsuzsanna Varga, Leiterin der G4A Partnerschaften.
 

G4A: 11 neue Start-Ups

Bayer erweitert Digital Health Partnerships

Europa-Netzwerk fördert Robotik im Gesundheitswesen

EU-Kommission investiert 16 Mio. Euro

Innovationsförderung aus Zürich

Swiss Healthcare Startups unterstützt Jungunternehmer