Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung baut eHealth-Plattform

Versichertendaten sollen zukünftig digital übertragen werden

von
Anna
Engberg

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) arbeitet derzeit an einer eHealth-Kommunikationsplattform, um Patienten- und Behandlungsdaten zwischen den Versicherungsträgern, den Gesundheitsdienstleistern und anderen Akteuren des Gesundheitswesens sicher digital zu übertragen.

Jetzt hat sich die DGUV für eine interoperable Lösung entschieden, die auf internationale Standards und strukturierte Datenerfassung setzt.

DER HINTERGRUND

Die DGUV vereint als Interessenverband die deutschen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. Diese versichern unterschiedliche Personengruppen – von den abhängig Beschäftigten verschiedener Branchen über Kinder in Tagesbetreuungen, Schüler und Studierende – gegen die Folgen von Arbeits- und Wegeunfällen sowie Berufskrankheiten.

Ereignen sich Unfälle am Arbeitsplatz oder im Betreuungsumfeld werden Entlassungsbriefe in Deutschland bislang jedoch vielfach noch in Papierform ausgehändigt oder manuell weitergeleitet. In Folge kommt es zu Datenverlusten, Doppelbefundungen und hohen Behandlungskosten – zum Nachteil von Ärzten, Kostenträgern und Patienten.

Deshalb setzt die DGUV jetzt verstärkten Fokus auf die digitale Verfügbarkeit der Daten ihrer Versicherten. Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung hat sich der Verband jetzt für die interoperable Plattform „HealthShare“ vom Softwarehersteller InterSystems entschieden, um die Versichertendaten für alle Beteiligten digital abzubilden.

Damit sollen zukünftig sowohl Kostenträger als auch Leistungserbringer – vom Krankenhaus bis zum behandelnden Arzt – Patienteninformationen und Dokumente strukturiert, sicher und einheitlich austauschen können, hofft man bei der DGUV. Unterstützt werden alle neue Formate und Dokumententypen mit den gängigen Kommunikationsstandards im Gesundheitswesen.

WAS GESAGT WURDE

„Wir werden sukzessive alle notwendigen Dokumentationen auf Basis internationaler Standards (HL7 CDA, HL7 FHIR etc.) neugestalten. So leisten wir einen wichtigen Beitrag für die interoperable Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens“, sagte Dr. Edly Höller, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der DGUV mit Blick auf das Vorhaben.

Helene Lengler, Regional Managing Director bei Northern Continental Europe und CIS vom Kooperationspartner InterSystems, sieht die geplante Umsetzung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung mit der HealthShare-Lösung als wegweisenden Ansatz: „Dabei werden die Stärken unserer eHealth Suite dazu beitragen, die Digitalisierug der Prozesse der DGUV voranzutreiben. Unser klares Bekenntnis zur standardbasierten Interoperabilität und die damit einhergehende Implementierung von HL7, DICOM, IHE-Profilen und vielen weiteren Standards in unserer HealthShare-Produktfamilie bieten die Basis, auf der wir auch die inhaltliche Ausrichtung der „DGUV Affinity Domain“ ideal begleiten können“, betonte sie.

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