Mehr integrierte OP-Räume durch KI und virtuelle Realität

In den nächsten vier Jahren werden bis zu 45 Prozent aller OP-Räume mit intelligenten Technologien ausgestattet, prognostiziert Frost & Sullivan. Hierdurch sollen sich die Präzision und Vorhersagbarkeit der chirurgischen Dienstleistungen verbessern.

Laut einem Bericht des Forschungsunternehmens Frost & Sullivan wird der Anstieg der Technologien für künstliche Intelligenz und virtuelle Realität zu einer Zunahme der Anzahl integrierter Operationssäle führen.

WARUM DAS WICHTIG IST

Die Studie prognostizierte, dass 35 bis 45 Prozent aller OPs weltweit innerhalb der nächsten vier Jahre zu integrierten OPs transformiert würden, die intelligente Technologien einsetzen, um die Präzision und Vorhersagbarkeit der angebotenen chirurgischen Dienstleistungen zu verbessern.

„Nach 2030, mit der Verfügbarkeit mehrerer Geräte für die häusliche Pflege, werden die OPs auf ein Hub-and-Spoke-Modell umgestellt, wobei der OP der Hub sein wird“, sagte Bejoy Daniel, Senior Industry Analyst für Gesundheitstransformation bei Frost & Sullivan, in einer Erklärung.

Er stellte fest, dass Unternehmen im Gesundheitssektor und in damit nicht damit verwandten Branchen in diesem Zeitraum voraussichtlich Integrationsmöglichkeiten im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar erhalten werden, da die OPs einen Übergang von regulären OP-Räumen zu einer integrierten Umgebung vollziehen.

Daniel führte weiterhin aus, dass die Interoperabilität von Daten dazu beitragen kann, vergangene und aktuelle Daten zu analysieren, um zukünftige Gesundheitsergebnisse und den Index für das Wohlbefinden der Patienten vorherzusagen, was zu einer optimalen Nutzung der Ressourcen im OP führen könnte.

Der Bericht wies auch darauf hin, dass die Cybersicherheit neben der Interoperabilität eine zentrale Herausforderung für die erfolgreiche Implementierung vernetzter OP-Lösungen bleiben wird.

Die Empfehlung des Berichts geht dahin, dass Krankenhäuser ihre Möglichkeiten zur Integration von KI-Algorithmen ausloten sollten, um Wiederaufnahmen zu reduzieren und potenzielle Patientenrisiken zu ermitteln. Ebenso sollten sie VR in der Medizin einführen und Partnerschaften mit Spezialisten für Medizinprodukte pflegen.

DER GENERELLE TREND

Royal Philips ist ein Unternehmen, das ein Augmented-Reality-Konzept für bildgesteuerte minimalinvasive Operationen vorgestellt hat. Auf dem diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona wurden neue Technologien vorgestellt, die in Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelt wurden.

Basierend auf der bildgesteuerten Therapieplattform Azurion von Philips und der holographischen HoloLens 2-Computerplattform von Microsoft umfassen die Augmented-Reality-Anwendungen auch Anwendungen für bildgesteuerte minimalinvasive Therapien.

Das Unternehmen hatte zuvor die Entwicklung einer Augmented-Reality-Lösung für Wirbelsäulen-, Schädel- und Traumaeingriffe angekündigt – eine Kombination aus 3D-Röntgenbildgebung und optischer Bildgebung, um Chirurgen während chirurgischer Eingriffe eine Augmented-Reality-Ansicht des Inneren und des Äußeren eines Patienten zu ermöglichen.

MEINUNGEN

„Derzeit besteht die Priorität der Anbieter darin, die verfügbaren Daten zu analysieren und die Konnektivität für die Geräteintegration zu vereinfachen“, sagte Daniel. „Ziel ist es, Daten zu interpretieren, zu synchronisieren und zu koordinieren, um optimale OP-Ergebnisse zu erzielen. Die Verlagerung zugunsten von Daten und Algorithmen wird das Geschäft mit Algorithmen ankurbeln und Unternehmen Wettbewerbsvorteile verschaffen.“

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Dies ist eine Übersetzung eines Artikels von Nathan Eddy, erschienen auf der englischsprachigen Version von Healthcare IT News.

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