Warum wir Digital Health Tools nutzen

Forschung von Philips wertet Schlüsselfaktoren zur Nutzung digitaler Gesundheitsprogramme aus

Trotz einer Vielzahl von Innovationen und Technologien für das Gesundheitswesen, die auf dem Markt auftauchen, sind ihre Nutzung und Bereitstellung weltweit fragmentiert mit Barrieren wie schlechtem Zugang, mangelnder Interoperabilität und Herausforderungen bei der Einbettung dieser Programme in die Arbeitsabläufe. Das behindert weiterhin den Fortschritt.

Betrachtet man hingegen die Einstellungen der Bürger deuten die neuen Untersuchungen im Auftrag von Philips darauf hin, dass Menschen mit größerer Wahrscheinlichkeit digitale Gesundheitstechnologien verwenden, wenn diese von einem professionellen Gesundheitsdienstleister empfohlen würden und sie die „Zusicherung“ erhalten, dass ihre Daten sicher aufbewahrt werden.

Laut der Studie spielt außerdem die Möglichkeit, die erfassten Informationen mit den Gesundheitsdienstleistern zu teilen, eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für den Einsatz digitaler Gesundheitsprogramme – ebenso ihre Erschwinglichkeit.

WARUM DIES WICHTIG IST

Der im Juni veröffentlichte Philips Future Health Index 2019 soll anhand einer Umfrage unter 15.000 Bürgern und über 3.100 Angehörigen der Gesundheitsberufe in 15 Ländern (Australien, Brasilien, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Niederlande, Russland, Saudi-Arabien, Singapur, Südafrika, Polen, Großbritannien und den USA) einen Einblick in die Auswirkungen der digitalen Technologie geben.

Die Ergebnisse zeigen, dass über 75 Prozent der Krankenhäuser und Praxen, in denen die befragten Fachkräfte arbeiteten, digitale Gesundheitsakten verwendeten. Es wurden jedoch weiterhin Probleme bei der Bereitstellung von EHR-Systemen gemeldet, und die „allgemeine Annahme“, dass die Digitalisierung aus administrativer Sicht zu zusätzlichen Aufgaben am Arbeitsplatz führen könnte, wurde ebenfalls in der Studie zitiert. 

Die Umfrageergebnisse zeigen außerdem, dass 80 Prozent der Fachkräfte in der Lage waren, Patientendaten elektronisch an Kollegen in ihren Organisationen weiterzugeben, aber nur 32 Prozent hatten die Möglichkeit, die Daten mit Fachkräften aus anderen Einrichtungen zu teilen. Dies war auf den fehlenden Zugang zu Datenfreigabesystemen, Interoperabilität, Bedenken in Bezug auf Datenschutz und Sicherheit sowie die bevorzugte Verwendung von Papier oder Telefonen zurückzuführen. 

Demgegenüber gaben 36 Prozent der Bürger an, dass sie "regelmäßig" mithilfe digitaler Programme erfasste Gesundheitsdaten mit den sie betreuenden Fachleuten teilen und dass diese einen "bequemen" Zugang zu Diensten bieten und ihnen helfen, "mehr Kontrolle" über ihre Gesundheit zu haben. 

"Der wechselseitige Informationsaustausch ist nicht nur für die Bereitstellung der richtigen Versorgung zum richtigen Zeitpunkt von entscheidender Bedeutung, sondern trägt auch zur Verbesserung der Arzt-Patient-Erfahrung bei", sagte Jan Kimpen, Chief Medical Officer von Philips. „Informierte und befähigte Patienten achten auch besser auf ihre Gesundheit und dies trägt zum letzten Element des Vierfachziels bei - niedrigere Behandlungskosten.“

OFFIZIELLE STELLUNGNAHMEN

Bei einer Aufschlüsselung nach Ländern gaben die Forscher an, dass China, Saudi-Arabien, Indien und Russland führend seien in Bezug auf den Einsatz neuer Technologien, mit denen sichergestellt werden soll, dass die Menschen gesund bleiben und die Versorgung der Patienten verbessert wird

"Wir wissen aus den letzten drei Ausgaben der FHI-Studie (Future Health Index), dass es für Länder mit einem entwickelten Gesundheitssystem einfach auf Grund ihrer Erblast schwierig ist, sich zu ändern", fügte Kimpen hinzu. „Wir sollten also von Ländern mit einem aufstrebenden Gesundheitssystem lernen, welche die Einführung digitaler Technologien sprunghaft vorangetrieben haben. Technologie ist kein limitierender Faktor mehr, für uns alle ist es wichtig, auf Veränderungen vorbereitet zu sein.“ 

WOHIN DIE ENTWICKLUNG GEHT

In der Studie von Philips aus dem Jahr 2018 stellten die Forscher fest, dass Akzeptanz durch Aufklärung beschleunigt werden könnte, da die Ergebnisse zeigten, dass sich nur 47 Prozent der Gesundheitsdienstleister und 24 Prozent der befragten Einzelpersonen „mit vernetzten Pflegetechnologien auskennen“. Sie forderten auch, dass sowohl Fachleute als auch Patienten zu einem früheren Zeitpunkt in die Entwicklung von Lösungen einbezogen werden, um den „sicheren Einstieg“ zu unterstützen.

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Dies ist eine Übersetzung eines Artikels von Leontina Postelnicu, erschienen auf der englischsprachigen Version von Healthcare IT News.

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