Wien startet digitale Gesundheitsplattform

HEALTH.DigitalCity.Wien bringt Österreichern digitale Innovation im Gesundheitssektor näher

von
Anna
Engberg

Die Stadt Wien stellt sich im eHealth Bereich breiter auf: Mit der neuen Plattform HEALTH.DigitalCity.Wien will man der Österreichischen Bevölkerung technologische und digitale Trends im Gesundheitssektor näher bringen und relevante Stakeholder aus Medizin und Wirtschaft vernetzen.

Die Plattform, die sich neben der Öffentlichkeit auch an Ärzte und Forschende richtet, wurde am 17. Oktober 2019 im Rahmen eines Kick-Offs der Event-Reihe „Thinking digital health forward“ im Forschungszentrum für Molekulare Medizin (CeMM) in Wien erstmals vorgestellt. Für den 17. Dezember 2019 hat der Veranstalter jetzt bereits eine Fortsetzung mit Keynote und Workshops in der Wiener Planungswerkstatt angekündigt.

DER HINTERGRUND

Initiiert von Urban Innovation Vienna (UIV), Wiens Kompetenzzentrum für städtische Zukunftsfragen und Koordinationsstelle der Initiative „DigitalCity.Wien“, wurde in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Wien die Online-Plattform HEALTH.DigitalCity.Wien ins Leben gerufen, um öffentliches Verständnis, Kooperation und Vernetzung für die digitale Gesundheitswirtschaft zu fördern.

Digital Health, die Digitalisierung und die Anwendungen der Digitalisierung im Gesundheitsbereich seien in den letzten 12 Monaten förmlich explodiert, sagte Dr. Siegfried Meryn, Facharzt für Innere Medizin, der die Plattform als Mit-Initiator betreut.

Dementsprechend war die Plattform nach ihrem Launch auch direkt Thema bei den Digital Days 2019 in Wien Anfang November: Vorgestellt wurde im Querschnitt die exponentielle Entwicklung medizinischer Fortschritte durch digitale Technologien in den vergangenen Jahren: von Algorhithmen über Bionik bis zur Beschleunigung der Diagnostik durch KI.

Wien habe als Stadt den Anspruch Digitalisierungshauptstadt Europas zu werden und wolle die digitalen Entwicklungen vor allem im Gesundheitsbereich vorantreiben, hieß es dort seitens der Referenten.

Zudem stellten die Veranstalter den Wienern eine öffentliche Umfrage bereit, um ein Bild der öffentlichen Meinung und Auseinandersetzung mit dem Thema „Gesundheit und Digitalisierung“ zu zeichnen.

WAS GESAGT WURDE

„Unser Ziel ist, dass die Plattform HEALTH.DigitalCity.Wien VordenkerInnen, EntscheiderInnen, Führungskräfte, ExpertInnen, PolitikerInnen und vor allem auch die Bevölkerung zusammenführt. So sollen künftige digitale Projekte entstehen und Wien zu einer der führenden Digital Cities und Drehscheibe im eHealth-Bereich werden“, sagte Peter Hanke, Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales.

Dr. Siegfried Meryn betonte: „Digitalisierung ermöglicht im Bereich Pflege, Prävention, Fitness, Wissenschaft und Forschung u.v.m., das Gesundheitssystem aber auch die Gesundheit eines einzelnen Menschen umfassend zu verbessern. Mobile Lösungen zur Förderung der Gesundheitsprävention, die zum Einsatz kommen oder der Ausbau telemedizinischer Dienste, spezifische Informationsangebote über digitale Kanäle sowie vermehrte digitale Unterstützung für ältere Menschen, sind nur einige praktische Beispiele die wir gemeinsam vorantreiben wollen.“

DER GRÖSSERE TREND

Bei der bevorstehenden Veranstaltung der Reihe „Thinking digital health forward“ am 17. Dezember 2019 in der Wiener Planungswerkstatt wird es neben einem Workshop-Angebot eine Auftakt-Keynote zum Thema „KI in der medizinischen Bildgebung – Heute und Morgen“ von Dr. Georg Langs vom Computational Imaging Research (CIR) Lab der Medizinischen Universität Wien geben.

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